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Magazin - - CD-Rezension Ivor Bolton - Braver Berlioz

 

CD-Rezension Ivor Bolton

Braver Berlioz


Nicht dramatisch genug, aber insgesamt eine gute Idee, die Shakespeare-Leidenschaft von Berlioz auf einer CD zu bündeln


von Eckhard Weber

Of Madness & Love
Berlioz: La mort de Cléopâtre, Ouvertüre zu „King Lear“, Rêverie et Caprice u. a.

Vesselina Kasarova (Mezzosopran), Soyoung Yoon (Violine), Sinfonieorchester Basel, Ivor Bolton (Leitung)
Sinfonieorchester Basel









Hector Berlioz war besessen von Shakespeare. Das hatte auch etwas damit zu tun, dass er in die Shakespeare-Mimin Harriet Smithson verliebt war. Oder sah er in ihr die Julia, die sie 1827 bei einem Paris-Gastspiel verkörperte? Wie dem auch sei, Berlioz‘ Kreativität hat sich an mehreren Shakespeare-Stücken entzündet. Bestes Beispiel: Seine Mischung aus Sinfonie und Oper Roméo et Juliette. Das Sinfonieorchester Basel unter Ivor Bolton bringt daraus die Liebesszene. Leider mit gezügelter Erotik, es könnte drängender, verzehrender, rauschhafter, auch zärtlicher sein. Mit wildem Furor kommt dagegen die Lear-Ouvertüre daher. Die Orchesterfarben des Klangfarben-Alchimisten Berlioz glühen. Die dramatische Szene über den Selbstmord der Kleopatra gelingt spannend und wird von Vesselina Kasarova in allen Nuancen gesanglich ausgekostet. Und im kurzen Stück Rêverie et Caprice gibt Soyoung Yoon souverän die subtil verlockende Teufelsgeigerin.

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Braver Berlioz

Nicht dramatisch genug, aber insgesamt eine gute Idee, die Shakespeare-Leidenschaft von Berlioz auf einer CD zu bündeln

von Eckhard Weber

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TERMIN-TIPP

Dienstag, 26. Juli 2016, 18:00 Uhr

Prinzregententheater, Akademietheater Mitte, München

Münchner Opernfestspiele: Rameau – Les Indes galantes

Chor der Bayerischen Staatsoper
Balthasar-Neumann-Chor