KLASSIK-STARS IM FUSSBALLFIEBER - MARTIN STADTFELD

„Vor zwei Jahren bei der WM war ja doch viel Glück im Spiel“

Der 35-Jährige Pianist Martin Stadtfeld tippt exklusiv für concerti die Fußball-Europameisterschaft – und glaubt an eine starke portugiesische Mannschaft

Privat

„Vor zwei Jahren bei der WM war ja doch viel Glück im Spiel“

Den Pianisten zieht es auch auf die Zuschauerränge – etwa für seinen Lieblingsclub Borussia Dortmund

Welche Teams erreichen das Finale? 

Portugal und Frankreich! Frankreich ist als Gastgeber hoch motiviert und tritt mit eine relativ neuen, sehr talentierten Truppe auf. Portugal schafft es, wenn sie wirklich mal als Mannschaft auftreten und Ronaldo von Anfang an seine Larmoyanz ablegt, die er – nur bei Auftritten mit der Nationalmannschaft – manchmal hat. Dann könnte dieser Jahrhundertspieler seine Mitspieler bis ins Finale führen und sogar Europameister werden.

Wie schneidet die deutsche Mannschaft ab?

Die ist dieses Jahr noch schlechter einzuschätzen als vor zwei Jahren bei der WM. Damals war sicherlich auch viel Glück im Spiel – ob sie das wieder haben werden? Der Fußballgott hat es ja mit den Deutschen, gerade wenn die Vorbereitung etwas verkorkst war. Also, ich denke Viertelfinale oder Halbfinale ist drin.

Wie verfolgen Sie die Euro 2016? 

Meist vermutlich allein. Meine Frau macht sich nichts draus und ein wirklich fußballbegeisterter Freund wohnt in Erfurt. Vielleicht verfolge ich das eine odere andere Spiel mit meinem Vater und meinen Geschwistern, die alle gerne mal ein Spiel schauen – der „Rudelgucker“ (Public viewing) bin ich aber nicht. Und meist hat man ja bei einem wirklich interessanten Spiel auch gerade ein Konzert… Falls mich Löw trotzdem noch für den Kader nachnominieren sollte, würde es von der Fitness her allerdings nur für die ersten fünf Minuten reichen – und das auch nur bei einem geruhsamen Spiel. Da habe ich doch etwas Defizite …

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