Sabine Meyer © Steven Haberland

Sabine Meyer

Die Klarinette als Singstimme einsetzen! Das war der entscheidende Tipp ihres berühmten Mentors Hans Deinzer, der Sabine Meyer zu einer der renommiertesten Klarinettistinnen weltweit machte.

Obwohl der Berufswunsch Musikerin früh für sie feststand, war sie sich bei der Instrumentenwahl zunächst weniger sicher.

Sabine Meyer wurde 1959 in Crailsheim in Baden-Württemberg geboren. Von ihrem Vater, der als Musiklehrer und Organist arbeitete, erhielt sie zunächst Geigenunterricht, woraufhin sie mit elf Jahren den Bundeswettbewerb Jugend Musiziert gewann. Trotz ihres großen Erfolgs mit der Violine widmete sie sich fortan der Klarinette.

Als 14-jährige begann Sabine Meyer ihr Klarinettenstudium an der Musikhochschule Stuttgart, wenig später wechselte sie an die Hochschule für Musik und Theater Hannover zu Hans Deinzer. Mit 16 Jahren folgte ihr Orchesterdebüt.

Als Herbert von Karajan Sabine Meyer Anfang der achtziger Jahre als eine der ersten Frauen zu den Berliner Philharmonikern holen wollte, endete das Vorhaben fast in einem Zerwürfnis zwischen dem Chefdirigenten und dem Orchester. Ihrer internationalen Karriere hat dieser Skandal jedoch nicht geschadet, inzwischen kam es sogar wieder zu einem harmonischen Zusammentreffen des Klangkörpers mit Sabine Meyer als Solistin.

Seit 1993 ist sie Professorin für Klarinette an der Musikhochschule Lübeck. Für ihr besonderes Engagement ist sie 2013 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet worden.

Blind gehört Sabine Meyer & Reiner Wehle

„Jetzt sollten wir es abstellen, jetzt reicht’s“

Die Klarinettisten Sabine Meyer und Reiner Wehle hören und kommentieren… weiter

Interview Sabine Meyer

„Ich habe da noch etwas Süßes“

Hotellobbys sind der klassische Interviewort. Doch viel anregender ist ein… weiter

CD-Rezension Sabine Meyer

Wenn Holz zu singen beginnt

Als hätte Mozart ihr diese Konzert-Arien auf den Klarinetten-Leib geschrieben:… weiter

Buch-Rezension Sabine Meyer

Portrait auf Augenhöhe

Der Titel schmeißt sich mächtig ran: „Weltstar mit Herz“. Inhaltlich… weiter