NDR Elbphilharmonie Orchester

Des einen Leid ist des anderen Freud

Elbphilharmonie: Antonello Manacorda springt an drei Mai-Tagen für den erkrankten Chefdirigenten Thomas Hengelbrock ein

Antonello Manacorda © Nikolaj Lund

Antonello Manacorda

Ausverkaufte Konzerte – und plötzlich wackeln die Aufführungen, weil der Chefdirigent ausfällt. Das ist der Albtraum eines jeden Konzerthauses. An der Elbphilharmonie geht diese Nachtmahr jetzt vorbei, denn die Konzerte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, die Thomas Hengelbrock aufgrund einer Erkrankung für den 4., 5. und 6. Mai absagen musste, übernimmt Antonello Manacorda für ihn. Manacorda, Künstlerischer Leiter der Kammerakademie Potsdam und Chefdirigent des niederländischen Het Gelders Orkest, gibt damit sein Debüt am Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters.

Der im Konzert- wie Opernbereich international gefragte Dirigent hat in jüngerer Zeit unter anderem das hr-Sinfonieorchester, die Göteborger Symphoniker oder das BBC Philharmonic Orchestra sowie Opernproduktionen am Teatro La Fenice in Venedig, am Theater an der Wien und in Glyndebourne geleitet. Sein Schubert-Zyklus mit der Kammerakademie Potsdam erhielt 2015 einen ECHO Klassik. Zu den Höhepunkten der Saison 2016/2017 zählen Debüts beim Orchestre National du Capitole de Toulouse, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und bei der Camerata Salzburg. Im Oktober 2016 leitete Manacorda eine viel beachtete Premiere von Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ an der Komischen Oper Berlin, im November Mozarts „Le nozze di Figaro“ an der Bayerischen Staatsoper München und zuletzt „Don Giovanni“ in Frankfurt sowie Janáèeks „Das schlaue Füchslein“ in Brüssel.

Aufgrund der Umbesetzung musste auch das Programm der Konzerte leicht geändert werden: Die Suite aus Henry Purcells „The Fairy Queen“ entfällt. Stattdessen dirigiert Antonello Manacorda zum Auftakt die Ouvertüre „Das Märchen von der schönen Melusine“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Im Anschluss steht wie gehabt Hector Berlioz´ Liederzyklus „Les nuits d´été“ mit Artist in Residence Philippe Jaroussky sowie Mendelssohns Musik zu „Ein Sommernachtstraum“ auf dem Programm.

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