In Gedenken an Sir Jeffrey Tate

Die „Unvollendete“ zum Abschied

Am 18. Juni nehmen die Symphoniker Hamburg mit einem Konzert Abschied von Sir Jeffrey Tate. Der Chefdirigent des Orchesters war am vergangenen Freitag im Alter von 74 Jahren in Italien gestorben

Jeffrey Tate © J. Konrad Schmidt

Jeffrey Tate

Eigentlich war das Konzert am 18. Juni in der Hamburger Laeiszhalle als ein feierliches letztes Konzert vor der Sommerpause geplant, in dem der französische Cellist Edgar Moreau unter der Leitung von Sir Jeffrey Tate sein Debüt bei den Symphonikern in der Hansestadt geben sollte. Doch dann starb der langjährige Chefdirigent des Orchesters völlig unerwartet während eines Italienaufenthaltes.

„Wir sind gleichermaßen geschockt und überrascht von seinem plötzlichen Tod“, teilte Michael Ranzenberger, Erster Posaunist und Mitglied des Orchestervorstandes, mit. „Sir Jeffrey Tate war ein großartiger Chefdirigent, der jedem Orchestermitglied mit größtem Respekt begegnete. Er wird uns allen als weltoffener, stets toleranter und warmherziger Mensch in Erinnerung bleiben.“

Ihm zu Ehren ändern die Symphoniker Hamburg das Programm des Abends und wollen so mit einem Abschiedskonzert ihrem geschätzten Orchesterchef gedenken. Das Dirigat übernimmt der erste Gastdirigent des Orchesters, Ion Marin.

Ein letzter Gruß an Sir Jeffrey Tate

Auf dem Programm stehen jetzt Werke, die die Symphoniker Hamburg mit Sir Jeffrey Tate in besonderer Weise verbunden haben. Neben Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe (Agnus Dei und Dona nobis pacem), wird Franz Schuberts „Unvollendete“ Sinfonie Nr. 7 und Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 9 (4. Satz Adagio) zu hören sein – jenes Werk, was Tate zuletzt noch kurz vor seinem Tod in Turin dirigierte.

Am Abend des Abschiedskonzerts, sowie beim 5. VielHarmonie-Konzert am 8. Juni wird in der Laeiszhalle ein Kondolenzbuch für Sir Jeffrey Tate ausliegen. Edgar Moreau wird sein Debütkonzert bei den Symphonikern Hamburg zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Ein genauer Termin wird zeitnah bekannt gegeben.

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