Oper Leipzig

Ein Wochenende mit Richard Strauss

Drei Tage, drei Opern: Pünktlich zum Ablauf der aktuellen Spielzeit trumpft die Oper Leipzig vom 16. bis zum 18. Juni mit drei Strauss-Werken auf

Richard Strauss © Richard-Strauss-Institut Garmisch-Partenkirchen

Richard Strauss

Am Ende der Saison steht das große Richard Strauss-Repertoire im Zentrum des Spielplans der Leipziger Oper. Bei einem Strauss-Wochenende vom 16. bis 18. Juni werden die drei großen Meisterwerke „Arabella“, „Salome“ und „Die Frau ohne Schatten“ zu sehen sein. Die musikalische Leitung des Gewandhausorchesters obliegt an allen drei Abenden dem Hausherrn Ulf Schirmer.

Den Auftakt macht am 16. Juni die Liebes- und Gesellschaftskomödie „Arabella“ mit Betsy Horn in der Titelpartie, Olena Tokar als deren Schwester Zdenka und Thomas J. Mayer als Verehrer Mandryka. Das Werk ist ein Abbild seiner Entstehungszeit, der späten zwanziger Jahre: eine Mischung aus operettiger Heiterkeit und melancholischer Abschiedsstimmung.

Szenenbild aus "Arabella"

Arabella/Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Elisabet Strid debütiert als Salome

Im Zentrum des Strauss-Wochenendes steht die Premiere von „Salome“ am Samstag, 17. Juni. Einer der skandalträchtigsten Stoffe der Jahrhundertwende stellt die Vorlage für Richard Strauss’ Musikdrama in der Regie von Aron Stiehl. Die Oper, die 1905 eine äußerst erfolgreiche Uraufführung feierte, bildet den Auftakt zu den großen Opernerfolgen des Komponisten. Salome lebt am dekadenten Hof ihrer Mutter Herodias (Karin Lovelius) und ihres Stiefvaters Herodes (Michael Weinius). Wie aus einer anderen Welt dringt die Stimme des gefangenen Propheten Jochanaan (Tuomas Pursio) zu ihr. Ausgerechnet auf ihn projiziert Salome ihr sinnliches Verlangen, das er nicht erwidert. In ihrem Wahn will Salome, wenn schon nicht den Mann, so doch seinen abgeschlagenen Kopf gewinnen. Als judäische Prinzessin Salome debütiert die schwedische Sopranistin Elisabet Strid.

Strauss-Wochenende Leipzig: Abschluss mit Monumentalwerk

Unter dem Titel „Verliebte Feinde – freundliche Gegner“ beleuchten am Sonntagvormittag der Strauss-Forscher Prof. Laurenz Lütteken und der Literaturwissenschaftler Prof. Hans-Albrecht Koch in einer Podiumsdiskussion im Konzertfoyer des Opernhauses die kreative Zusammenarbeit des Erfolgsduos Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal.

Den Abschluss des Strauss-Wochenendes bildet am Sonntagabend um 17 Uhr sein Monumentalwerk „Die Frau ohne Schatten“. Im Mittelpunkt des musikalischen Märchens steht eine Kaiserin – halb Mensch, halb Geisterwesen. Um ihre vollständige Menschlichkeit zu erlangen, wird sie vor eine unmenschliche Entscheidung gestellt.

Szenenbild aus "Die Frau ohne Schatten"

Die Frau ohne Schatten/Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Die Bühne besteht aus einem Bilderrausch aus über 16 unterschiedlichen phantastisch-surrealen Bühnenräumen. Das Gewandhausorchester ist in einer der größten Besetzungen der Operngeschichte zu erleben. Dem Orchesterapparat ebenbürtig sind die Sänger und Sängerinnen der fünf Schlüsselpartien: Jennifer Wilson als Färberin und Baraks Frau, Franz Grundheber als Barak, Simone Schneider als Kaiserin, Burkhard Fritz als Kaiser und Karin Lovelius als Amme.

concerti-Tipp:

Strauss-Wochenende

„Arabella“
Fr. 16.6., 19 Uhr
„Salome“
Sa. 17.6., 19 Uhr
„Verliebte Feinde – freundliche Gegner“
So. 18.6., 11 Uhr
„Die Frau ohne Schatten“
So. 18.6., 17 Uhr
Oper Leipzig

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