Blick zurück

CD-Rezension Elīna Garanča – Mozart & Vivaldi

Blick zurück

Die schlichte Kraft und pure Schönheit von Elīna Garančas Stimme faszinieren ungebrochen

Auf ihrem jüngsten Album „Revive“ singt Elīna Garanča Partien wie Dalila und Eboli. Das Vibrato schwingt weiter aus. Auf der Bühne verabschiedet sie sich mit einem „Rosenkavalier“ an der MET offiziell von den Hosenrollen. Ihr Mezzosopran ist im dramatischen Fach angekommen. Ein guter Zeitpunkt für einen Blick auf die Anfänge dieser Gesangskarriere. Unverkennbar, vor zwölf Jahren, vielleicht sogar noch stärker ausgeprägt, sind Garancas herb-frisches Timbre und ihr stets energetisch hochgespanntes, nie verkrampftes Singen. Fiordiligis unbequeme „Come Scoglio“-Arie gestaltet sie mühelos wie ein Ausnahmesopran. Raffinesse in Phrasierung und Interpretation sind deutlich weniger ausgeprägt als heute, das wilde Abklopfen nach dramatischer Substanz lässt gerade Vivaldis Arien etwas holzschnittartig klingen, aber die schlichte Kraft und pure Schönheit dieser Stimme faszinieren ungebrochen.

Mozart & Vivaldi
Mozart: Konzertarie KV 505 „Ch’io mi scordi de te…Non temer, amato bene“ & Arien aus La Clemenza di Tito, La finta giardiniera, Cosi fan tutte
Vivaldi: Arien aus Bajazet

Elīna Garanča (Mezzosopran), Camerata Salzburg, Louis Langrée
Erato

Auch interessant

Online-Tipp: „Eurovision Choir of the Year“ in Riga

Europa sucht den Superchor

Am 22. Juli findet erstmals die TV-Talentshow „Eurovision Choir of the Year“ statt, die in vielen Ländern online und im Fernsehen ab 20 Uhr übertragen wird weiter

Gewinnspiel „Klassik in den Alpen“

Erleben Sie Elīna Garanča live in Kitzbühel

In Kooperation mit dem Hotel Kitzhof Mountain Design Resort verlost concerti zwei Karten für das Konzert von Elīna Garanča am 8. Juli 2017 – inklusive drei Übernachtungen für zwei Personen in einer Suite weiter

Kino: Der Rosenkavalier

Wiener Schmäh in New York

Hochkarätige Besetzung: Renée Flemming ist am 13. Mai 2017 ab 18:30 Uhr als Marschallin in Strauss' "Der Rosenkavalier" live aus der MET im Kino zu bewundern weiter

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *