Melancholie und Glanz

CD-Rezension Marina Rebeka – Amor fatale

Melancholie und Glanz

Selten wohl sind Liebe und Leid so im Einklang wie in dieser Sammlung, gebannt durch Melancholie und Glanz

In unerschöpflicher Leuchtkraft reihen sich die Töne der lettischen Sopranistin. Für ihr Recital suchte Marina Rebeka in den Handschriften Gioachinos Rossinis nach noch unerschlossenen Geheimnissen seiner Musik. So ist es nicht verwunderlich, dass keine einzige komödiantische Figur auf ihrem Album „Amor fatale“ erscheint. Im Zentrum der Auswahl stehen die tragisch endende Anna Erisso aus „Maometto secondo“ und die am Rütli auf ihre verbotene Liebe wartende Habsburger Prinzessin Mathilde aus „Guillaume Tell“. Selten wohl sind Liebe und Leid so im Einklang wie in dieser Sammlung, gebannt durch Melancholie und Glanz. Das Münchner Rundfunkorchester huldigt seiner allerersten Artist in Residence mit Inbrunst und zeigt unter Marco Armiliato, dass es für dieses Fach erste Wahl ist. Mit diesem Gefolge zaubert Marina Rebeka sogar aus der Dämonie der bösen Armida ein hymnisches Liebescredo.

Amor fatale
Rossini: Arien aus Otello, Armida, La Donna del lago, Maometto secondo, Semiramide, Moise et Pharaon & Guillaume Tell

Marina Rebeka (Sopran), Münchner Rundfunkorchester, Marco Armiliato (Leitung)
BR-Klassik

Weitere Rezensionen

CD-Rezension Marina Rebeka

Anmut und Reinheit

Schwebend und mühelos: Mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra singt Marina Rebeka Arien aus den Mozart-Opern weiter

Auch interessant

Sopranistin Marina Rebeka im Porträt

Schicksalhafter Rossini

Das Glück genießen und aus dem Pech Erfahrung schöpfen – auf diese Haltung gründet der Erfolg der aufstrebenden Sopranistin Marina Rebeka weiter

Porträt Marina Rebeka

„Der Komponist kommt zuerst“

Marina Rebeka gehört mit 33 schon zum internationalen Establishment der lyrischen Sopranistinnen – und stellt Musik über Eitelkeiten weiter

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *