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CD-Rezension Pretty Yende – Dreams

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Ein Traum: Pretty Yendes Stimme hat auch in der extremen Höhe Glanz und Rundung, die Koloraturen sind von Leben durchpulst

Bereits die erste Arie, Gounods „Ah! Je veux vivre“ beeindruckt durch Leichtigkeit und Klangfülle. Das Versprechen, das sie mit ihrem Debüt-Album „A Journey“ gegeben hat, das durch gesunde Technik und überbordende Lebensfreude für sich einnahm, löst die junge Südafrikanerin Pretty Yende bereits mit ihrer zweiten CD ein. Abgesehen vom verschwommen aufgenommenen Chor stimmt hier alles. Das Programm ist intelligent zusammengestellt – Szene folgt auf Arie, der Titel stiftet wirklich eine Art roten Faden. Die Stimme hat auch in der extremen Höhe Glanz und Rundung, die Koloraturen sind von Leben durchpulst. Sogar dunkle Stimmfarben sind Pretty Yende offenbar im letzten Jahr zugewachsen, herrlich zu hören im zweiten Aktfinale von Bellinis „Straniera“. Und bei Lucias Wahnsinnsarie bestaunt man einmal nicht die Virtuosität der Sängerin, sondern fühlt mit der außer sich geratenen Figur. Ein Traum!

Dreams
Szenen und Arien von Gounod, Donizetti, Bellini & Meyerbeer

Pretty Yende (Sopran), Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, Giacomo Sagripanti (Leitung)
Sony Classical

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