C. Bechstein Klavierabende

Tastenvirtuosen im Konzerthaus

Sie birgt zahlreiche prominente Namen, die Liste an jungen Künstlern, die im Rahmen der C. Bechstein Klavierabende auftreten. Einer davon: Alexej Gorlatch.

Alexej Gorlatch © Kaupo Kikkas

Alexej Gorlatch

Alexej Gorlatch © Kaupo Kikkas

Kit Armstrong, Igor Levit, Alice Sara Ott, Martin Helmchen und viele weitere – die Liste an jungen Künstlern, die in den ersten 15 Jahren im Rahmen der C. Bechstein Klavierabende im Berliner Stilwerk auftraten, birgt zahlreiche prominente Namen. Nun führt die Pianofortefabrik die Reihe im Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin fort. Das lag sicherlich auch am Erfolg der Konzerte, denn der neue Spielort fasst doppelt so viele Zuschauer wie das Stilwerk. „Der Wechsel stellt für uns wie für die Pianisten, die hier auftreten werden, eine große Chance dar“, freut sich denn auch Gregor Willmes, Kulturmanager der C. Bechstein AG.

Den Startschuss gibt der 1988 geborene Alexej Gorlatch, der sich am 31. März seinem Lieblingskomponisten Chopin widmet, und man darf gespannt sein, wie sein Zugang zu diesem Komponisten ist: eher nach traditionellem Verständnis der sogenannten russischen Schule oder schon von ganz eigenem Verständnis geprägt.

Mit drei Jahren kam der gebürtige Kiewer mit seinen Eltern nach Deutschland. Mit sieben Jahren begann sein erster Klavierunterricht in Passau, der ihn nach einer Station in Berlin im Alter von 14 Jahren bereits in die Frühförderklasse der Musikhochschule Hannover führte. Sein reguläres Studium folgte dann bei dem großen Klavierpädagogen Karl-Heinz Kämmerling und später bei Bernd Goetzke. Spätestens als Gorlatch in dieser Zeit diverse Wettbewerbe gewann, zeichnete sich ab, dass dieser junge Pianist Karriere machen dürfte. Dass er inzwischen eine erste, vielgelobte CD mit Orchester herausbringen konnte, bestätigt die aufsteigende Erfolgskurve, deren Ende noch nicht abzusehen ist.

Auch Haiou Zhang wird am 21. April Werke von Chopin spielen – unter anderem, denn mit Bach, Mozart, Beethoven, Debussy und Ravel stellt er das bunte Programm seiner neuen CD vor, die zeitgleich erscheinen wird. Übrigens wird es nicht sein erstes Album sein, denn bereits seine Liszt- und Mozart-Einspielung sorgte weltweit für Furore. Der chinesische Tastenvirtuose studierte am Central Conservatory of Music in Peking sowie in Hannover und ist – nicht nur in seiner chinesischen Heimat, sondern weltweit, ein gefragter Pianist.

Am 23. Juni stellt mit Yejin Gil eine weitere vielversprechende Künstlerin eine neue CD vor. Mit Virtuosität, aber auch mit feinem Gespür für die Magie der Klangfarben, konnte sie schon Kent Nagano begeistern, mit dem sie auf Tournee war. Mit Werken von Skrjabin, Liszt und Debussy entführt die koreanische Pianisten ihre Zuhörer im Konzerthaus in zauberhafte Welten.

Termine in der Übersicht:

Alexej Gorlatch – ARD-Preisträger beseelt Chopin
31. März 2017, 20 Uhr
Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal

Haiou Zhang – Chinesischer Virtuose und Klangmagier
21. April 2017, 20 Uhr
Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal

Yejin Gil – Im Reich der Klangfarben
23. Juni 2017, 20 Uhr
Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal

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