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Wolfskinder/Neuköllner Oper, Vorabmotiv © Matthias Heyde

Vorabmotiv zu "Wolfskinder"

Samstag, 10. Februar 2018, 20:00 Uhr
Neuköllner Oper (Berlin)

Wolfskinder

Vor dem Hunger fliehen: Sieben Wolfskinder suchen Trost in der Märchenwelt von „Hänsel und Gretel“

Vierzig Jahre zählt die Neuköllner Oper mittlerweile, von Midlife Crisis ist allerdings keine Spur. Nach unfassbaren 220 Erst- und Uraufführungen seit Bestehen geht das kleinste Opernhaus Berlins im Januar nahtlos und voller Elan in eine neue Runde: Das Musiktheaterstück „Wolfskinder“ verquickt Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ mit dem Schicksal jener ostpreußischen Kinder, die elternlos zum Ende des Zweiten Weltkrieges in die Wälder des nahegelegenen Baltikums flüchteten, gegen Hunger, Kälte und russische Will-
kür kämpften und somit zu Wolfskindern wurden. Vermisst, verloren und vergessen. Nicht alle von ihnen fanden später zur eigenen Identität zurück.

Regisseurin und Sängerin Ulrike Schwab schrieb und inszenierte das Stück mit dem bedrückenden Thema für die Bühne der Neuköllner Oper und ein erwachsenes Publikum. Sieben singende und musizierende Darsteller führen durch die Geschichte, begleitet von Humperdincks wunderbarer Musik. Man darf einen intensiven Abend erwarten. (Insa Axmann)

Wolfskinder
Ulrike Schwab (Regie)

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