< Zur Übersicht

Dorothee Mields © Harald Hoffmann

Dorothee Mields

Sonntag, 10. Dezember 2017, 17:00 Uhr
Villa Elisabeth (Berlin)

Dorothee Mields

Sex and Crime am Kaiserhof: Dorothee Mields belebt einen Opernkrimi mit Arien und Madrigalen von Claudio Monteverdi

Claudio Monteverdis Vertonung der antiken Orpheus-Sage gilt als Geburtsstunde der Gattung Oper. Doch zunächst widmete sich der Komponist der kleineren Form. Mit 23 Jahren ging er als Bratschenspieler in den herzoglichen Dienst nach Mantua, wo er fünf Bücher mit Madrigalen schrieb. Deren Gefühlsintensität lässt die gelassene Renaissancemusik hinter sich und kündigt das Barock an – am Horizont winken Schütz und Bach.

Monteverdis letzte Oper war „Die Krönung der Poppea“. Mit Arien aus diesem Opernkrimi bietet die Sopranistin Dorothee Mields einen Einblick in die dekadenten Machenschaften am spätrömischen Kaiserhof: Nero verbannt die ihm angetraute Ottavia, um die machtgierige Kurtisane Poppea zu heiraten.

Erstmals wandte sich Monteverdi mit der Poppea einem historischen Stoff zu; bis dahin hatte man das Schalten und Walten der antiken Götter vertont. Doch die ganz irdische Kombination von Sex und Crime faszinierte schon das Theaterpublikum des 17. Jahr- hunderts. (Antje Rößler)

Dorothee Mields (Sopran), lautten compagney Berlin, Wolfgang Katschner (Leitung). Werke von Monteverdi

    Rezensionen

    Für die Seele komponiert
    CD-Rezension Hamburger Ratsmusik

    Für die Seele komponiert

    Zwischen Empfindsamkeit und Klassik: Dorothee Mields und die Hamburger Ratsmusik mit Werken von Abel und Hasse weiter

    Huhn und Rabe
    CD-Rezension Dorothee Mields

    Huhn und Rabe

    Eine tierische Entdeckungsreise, die vor allem in den vokalen Teilen Perlen zutage fördert weiter

    Englisches Genie
    CD-Rezension Dorothee Mields

    Englisches Genie

    Virtuos bringt Dorothee Mields das Thema der Verrücktheit von Liebe in den Stücken Purcells zum Vorschein weiter

    Kommentare sind geschlossen.