< Zur Übersicht

Robert Wilson © Hsu Ping

Robert Wilson

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 20:00 Uhr
Pierre Boulez Saal (Berlin)

Wilson: LUTHER dancing with the gods

Der mit den Göttern tanzt: Poetische Bilderwelt trifft auf Motetten und Minimal Music

Gottes Wort will gepredigt und gesungen sein“, meinte Martin Luther, der gern sang, die Laute spielte und eigenhändig 37 Kirchenlieder in umgangssprachlichem Deutsch dichtete. Er setzte auf die Macht der Musik, um seine Lehre zu verbreiten und den Gottesdienst zu erneuern.

Der amerikanische Regisseur Robert Wilson stellt vier Motetten Johann Sebastian Bachs in den Mittelpunkt seiner Inszenierung „LUTHER dancing with the gods“ zum Reformationsjubiläum. Luther und Bach – biografisch sind die beiden durch Eisenach verbunden. Luther besuchte hier die Lateinschule und sang im Chor der Georgenkirche; später übersetzte er auf der Wartburg das Neue Testament. Rund zwei Jahrhunderte später wurde Bach in der Georgenkirche getauft; er sang dort ebenfalls im Gottesdienst und besuchte dieselbe Lateinschule. Bachs Musik ist tief von der Theologie und den Liedern Luthers geprägt. Mindestens 30 Luther-Lieder hat Bach verwendet; teilweise mehrfach. Seine Motetten – geistliche Chorgesänge, die aber keinen festen liturgischen Platz im Gottesdienst haben – umspinnen Luthers Choralmelodien mit faszinierender, doppelchöriger Kontrapunktik. (Antje Rößler)

Gijs Lenaars (Leitung)
Robert Wilson (Regie)
Rundfunkchor Berlin

Wilson: LUTHER dancing with the gods

    Weitere Termintipps

    Mittwoch, 22. November 2017, 19:30 Uhr
    silent green Kulturquartier (Berlin)

    RundfunkchorLounge RundfunkchorLounge

    Rossini und Mendelssohn am Plattenteller: Der Rundfunkchor Berlin tritt auf den Perkussionisten und Disc Jockey… weiter

    Kommentare sind geschlossen.