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Premiere

Vorabbild zu "Fuck the Facts" © Matthias Heyde

Vorabbild zu "Fuck the Facts"

Mittwoch, 13. September 2017, 20:00 Uhr
Neuköllner Oper (Berlin)

Fuck the facts

Wenn hinter schönem Schein der Abgrund gähnt: „Fuck the facts“ zeigt die hässlichen Seiten der digitalen Gesellschaft

Die Neuköllner Oper ist seit langem bekannt dafür, dass sie brisante aktuelle Themen aufgreift. In der neuesten Produktion werden Intoleranz und Hass im weltweiten Netz unter die Lupe genommen: Die Uraufführung „Fuck the facts“ erzählt eine Geschichte aus der Welt der neuen Medien. Es geht um Manipulationen, Shit Storms, Hassmails und Falschmeldungen. „Unser Thema ist die Selbstermächtigung im digitalen Zeitalter und die Folgen davon“, erklärt Christian Römer: „Jeder baut sich seine Realität. Eine Komplexität in der Weltsicht, andere Meinungen sind nicht mehr angesagt.“ Teile jemand die eigene Ansicht nicht, werde er sogleich an den digitalen Pranger gestellt.

In „Fuck the facts“ ist die Hauptfigur eine digital gefeierte Heilsgestalt, ein charismatischer Schaumschläger, der jedoch tief fällt, als im Netz eine Hetzkampagne gegen ihn losgetreten wird. Für die Musik kommen Nummern aus Händels „Acis and Galatea“ und „Messias“ zum Einsatz – in elektronischen Arrangements. „Außer dem Computer für die Musik wird es jedoch keinen Computer auf der Bühne geben“, so Römer. Ganz real werden die menschlichen Abgründe hinter den Hassbotschaften gezeigt. (Eckhard Weber)

Fuck the facts

Bijan Azadian (Leitung)
Christian Römer (Regie)

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