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Michael Barenboim © Marcus Hoehn

Michael Barenboim

Samstag, 17. Februar 2018, 19:00 Uhr
Philharmonie Berlin (Berlin)

Michael Barenboim

Halsbrecherische Tempi und vertrackte Griffe – Solisten fürchten dieses Werk: Geiger Michael Barenboim und Dirigent Vasily Petrenko debütieren mit Schönbergs Violinkonzert bei den Berliner Philharmonikern

„Lieber Meister – was Sie mit diesem Konzert den Geigern geboten haben, ist wirklich kaum zu ermessen“, urteilte Louis Krasner bei der Einstudierung des Violinkonzerts von Arnold Schönberg. Der Geiger war Solist der Uraufführung am 6. Dezember 1940. Vier Jahre zuvor hatte der „Meister“ das Stück vollendet und wagte damit nicht nur wieder einen Schritt hin zur Tonalität, sondern setzte sich auch erstmals mit der Frage nach einer möglichen Verbindung von Sonaten- und Konzertform im Bereich der Orchestermusik auseinander. „Ich bin entzückt ein weiteres unspielbares Werk in mein Repertoire aufzunehmen“, sagte der Komponist selbst über sein Violinkonzert. Es sei sowohl schwierig für den Kopf als auch für die Hände, denn der Solist muss sich großen Intervallsprüngen und halsbrecherischen Tempi stellen.

Für sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern hätte sich Michael Barenboim also kaum ein herausfordernderes Stück wünschen können. Als Solist wurde der Geiger von Zubin Mehta vorgeschlagen, der die Teilnahme an diesem Konzert aus Krankheitsgründen absagen musste und den Barenboim über seinen Vater Daniel seit frühester Kindheit kennt. Sein Debüt in Berlin stellt für Michael Barenboim ein Heimspiel dar: Mit sieben Jahren zog er aus Paris in die Hauptstadt. Bis heute lebt er mit Frau und Kindern im Stadtteil Wilmersdorf und hört das Berliner Orchester laut eigener Aussage schon sein Leben lang. (Irem Çatı)

Michael Barenboim (Violine)
Berliner Philharmoniker
Vasily Petrenko (Leitung)

Werke von Schubert, Schönberg & Ravel

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