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© Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin

Samstag, 24. Februar 2018, 19:30 Uhr
Deutsche Oper (Berlin)

Cilea: L’Arlesiana

Die unmoralische Schöne: Mit Francesco Cileas „L’Arlesiana“ steht eine Rarität auf dem Spielplan der Deutschen Oper Berlin

Hirten, Blumenchöre, ländliches Flair – ein kleinstädtisches Sittengemälde um ein „Mädchen aus Arles“ vertonte der süditalienische Komponist Francesco Cilea in seiner dritten Oper. Die Uraufführung 1897 in Mailand wurde zum Startschuss für die Karriere des jungen Enrico Caruso. Einige Tenor-Arien aus L’Arlesiana sind bis heute beliebte Vorzeige-Stücke. Doch als Ganzes war die Oper nie ein durchschlagender Erfolg; trotz ihrer leidenschaftlichen Belcanto-Melodien und harmonischen Raffinessen. Der Komponist selbst glaubte jedoch unverdrossen an ihren baldigen Durchbruch: Bis an sein Lebensende arbeitete er daran, die Partitur zu verbessern.

Nur in den Dreißigern stand L’Arlesiana regelmäßig auf dem Spielplan italienischer Bühnen. Grund war ein Erlass Benito Mussolinis, dessen Eroberung Äthiopiens zu Sanktionen des Völkerbundes geführt hatte. Deshalb beschloss der Duce, alle Bühnenwerke aus den Völkerbund-Mitgliedsstaaten zu verbieten. Davon profitierten die italienischen Komponisten. (Antje Rößler)

Cilea: L’Arlesiana (konzertant)

Dolora Zajick (Mezzosopran)
Joseph Calleja (Tenor)
Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin
Paolo Arrivabeni (Leitung)

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