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Lucia di Lammermoor/Semperoper Dresden © Jochen Quast

Szenenbild aus "Lucia di Lammermoor"

Freitag, 22. Dezember 2017, 19:00 Uhr
Semperoper (Dresden)

Donizetti: Lucia di Lammermoor

Eine Fälschung machte Lucia berühmt

Mit seinem hochemotionalen, zwischen Liebe und Hass changierenden Libretto ist Gaetano Donizettis Lucia di Lammermoor eines der herausragendsten Werke der Belcanto-Literatur. Die lückenlose Aufführungsgeschichte seit der Uraufführung 1835 ist jedoch dem unglücklichen Umstand geschuldet, dass der Oper eine fast zur Tradition gewordenen Modifizierung der Interpretationsweise anhaftet.

Da die eigentlich für dramatischen Sopran komponierte Titelrolle bereits bei ihrer Premiere mit der Koloratursopranistin Fanny Tacchinardi-Persiani besetzt wurde und diese das Werk in Europa maßgeblich bekannt machte, akzeptierte die Opernwelt schließlich den fälschlichen Stimmtypus. Später wurden gar neue Kadenzen und Koloraturen ergänzt, einzelne Arien transponiert und wiederum ganze Szenen entfernt, nur um das zur Paraderolle für Primadonnen gewordene Libretto virtuoser präsentieren zu können – eine Entwicklung, die erst zu Beginn der fünfziger Jahre mit Maria Callas ein Ende fand.

In Dresden schlüpft Sopranistin Venera Gimadieva in die Titelrolle. (Johann Buddecke)

Verena Gimadieva (Lucia)
Edgaras Montvidas (Sir Edgardo)
Sächsischer Staatsopernchor
Sächsische Staatskapelle
Giampaolo Bisanti (Leitung)
Dietrich Hilsdorf (Regie)

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