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Salome/Staatsoper Hannover © Thomas M. Jauk

Szenenbild aus "Salome"
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Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19:30 Uhr
Staatsoper Hannover (Hannover)

R. Strauss: Salome

Kopfloses Begehren: Ohne »exotische Tingeltangeleusen« tanzt Richard Strauss’ Salome an der Staatsoper Hannover

Meistens ist sie ein Vamp, eine Femme fatale oder das erotische Monster schlechthin: Für die Partie der Salome in Richard Strauss’ gleichnamiger Oper haben Regisseure schon viele Klischees bedient und ließen die tragische Figur nicht gut wegkommen. Kein Wunder, denn Salome setzt ihre sinnlichen Reize mithilfe eines Schleiertanzes bei ihrem lüsternen Stiefvater ein, um zu bekommen, wonach sie sich sehnt: den Kopf des inhaftierten Propheten Jochanaan, den sie am Ende der Oper leidenschaftlich küsst.

Regisseur Ingo Kekhof will in der Staatsoper Hannover zusammen mit Dirigent Ivan Repušić nun mit den altgedienten Schablonen brechen und das innere Drama der jungen Prinzessin, die sich von der deformierten Welt lösen will, neu entdecken – und auch den verzweifelten Menschen hinter den monströsen Taten zeigen. Dabei folgt er den Gedanken Strauss’, der stets die Keuschheit und Würde der Hauptfigur seines Einakters aus dem Jahr 1095 betonte und sich gegen die „exotischen Tingeltangeleusen“ verwahrte. (Nicole Korzonnek)

R. Strauss: Salome

Ivan Repušić (Leitung)
Ingo Kerkhof (Regie)

Weitere Termine: 22.12.2017, 7.1. & 3.2.2018

Veranstalter: Staatstheater Hannover

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