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Lucas Debargue © Felix Broede/Sony

Lucas Debargue

Dienstag, 19. Dezember 2017, 20:00 Uhr
Prinzregententheater (München)

Lucas Debargue

Dieser Pianist tauchte auf wie aus dem Nichts: Lucas Debargue spielt Schubert und Szymanowski mit französischem Akzent

Erst kürzlich ist der Pianist Lucas Debargue mit einem Echo-Klassikpreis geehrt worden. Um international bekannt zu werden, musste er allerdings keinen Hauptpreis gewinnen. Beim renommierten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau belegte der Franzose im Jahr 2015 den vierten Platz, durfte zum Schluss aber beim Galakonzert der Preisträger antreten. Die Musikkritik reagierte begeistert auf sein virtuoses, energiegeladenes Spiel.

Von Anfang an verlief Debargues Pianistenlaufbahn recht unkonventionell. Statt schon mit vier oder fünf Jahren die ersten Tonleitern zu spielen, setzte er sich erst mit elf ans Klavier. Dann folgten Jahre, in denen er das Instrument gar nicht mehr anrührte und lieber Literatur studierte. Erst vier Jahre vor dem Moskauer Wettbewerb begann er mit intensiven Vorbereitungen bei der russischen Klavierprofessorin Rena Shereshevskaya.

Seit seinem Durchbruch sorgt er immer wieder für Überraschungen. Neben Chopin, Ravel, Liszt oder Schumann steht bei ihm etwa der selten gespielte russische Komponist Nikolai Medtner auf dem Programm. Debargue hat den Anspruch, sein Repertoire vollends zu durchdringen. Das Ergebnis müsse ganz simpel sein, eine Art Lebenshauch, meint er. Bei seinem Recital im Prinzregententheater spielt er Schuberts Sonaten a-Moll D 784 und A- Dur D 664 sowie die Sonate Nr. 2 A-Dur op. 21 von Karol Szymanowski. Das Stück des polnischen Komponisten bezeichnete er einmal als genial und gleichzeitig monströs für einen Pianisten. Eine CD mit diesen Werken ist kürzlich erschienen. (Corina Kolbe)

Lucas Debargue (Klavier)

Schubert: Sonaten a-Moll D 784 & A-Dur D 664
Szymanowski: Sonate Nr. 2 A-Dur op. 21

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    Prinzregententheater (München)

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