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Platée/Landestheater Niederbayern © Peter Litvai

Szenenbild aus "Platée"

Freitag, 21. April 2017, 19:30 Uhr
Stadttheater Passau (Passau)

Rameau: Platée

Wenn Götter spotten: Rameaus Nymphe Platée wird zum Spielball der Eifersucht

Es könnte der Stoff für eine Offenbach-Operette sein: Die Götter, genervt von Junos ewiger Eifersucht, wollen Jupiters Gattin eine Lektion erteilen. Zum Schein soll dieser die hässliche Teichnymphe Platée ehelichen, die sich selbst für unwiderstehlich hält. Die erzürnte Juno kommt hinzu, lüftet den Schleier der Braut – und erkennt angesichts Platées Unattraktivität sogleich, dass man ihr einen Streich gespielt hat. Alle sind bester Dinge, bis auf Platée, die sich gedemütigt in ihren Teich zurückzieht.

Vertont hat diese doppelt frauenfeindliche Geschichte allerdings Jean-Philippe Rameau. Als seine erste komische Oper wurde sie am 31. März 1745 in Versailles anlässlich der Hochzeitsfeier des Sohnes von König Ludwig XV. mit der Infantin Maria Theresia von Spanien uraufgeführt. Pikant daran: Auch diese Braut soll zeitgenössischen Quellen zufolge alles andere als eine Schönheit gewesen sein. Die Arme musste gute Miene zum bösen Spiel machen; sie konnte sich nicht im Teich verkriechen … (Sabine Näher)

Emily Fultz (Thalie/La Folie)
Mandie de Villiers (Amour/Clarine)
Kimberley Boettger-Soller (Junon)
Mathew Habib (Thespis/Merkur)
Ulrich Cordes (Platée)
Peter Tilch (Cithéron)
Szymon Chojnacki (Satyr/Jupiter)
Marc Kugel (Momus)
Niederbayerische Philharmonie
Opernchor des Landestheaters Niederbayern
Cornelia von Kerssenbrock (Leitung)

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