Wer in Berlins reicher Orgellandschaft auf der Suche nach einem besonderen Instrument ist, kommt früher oder später in die St. Marienkirche unweit des Alexanderplatzes. Bis heute zeugt der Prospekt von der Pracht des ursprünglichen Aerofons, das Joachim Wagner, ein Geselle des berühmten sächsischen Orgelbauers Gottfried Silbermann, 1721 als seinen Erstling fertigstellte. Später hatte hier unter anderem Felix Mendelssohn Orgelunterricht. Mitunter als „schönste Orgel Berlins“ bezeichnet, durchlief sie in ihrer 300-jährigen Geschichte gleichwohl teils radikale Umbauten. 2002 schließlich wurde sie vom Straßburger Meister Daniel Kern unter Verwendung aller noch erhaltenen Pfeifen aus Wagners Zeit neu gebaut und behutsam erweitert. Beim 4. Berliner Orgelsommer an St. Marien können sich nicht nur Liebhaber vom besonderen Klangbild des im Kern barocken Instruments überzeugen. Zu den illustren Festivalgästen zählen der Leipziger Thomasorganist Johannes Lang und der französische Bach-Experte Benjamin Alard.
Berliner Orgelsommer an St. Marien 2026
Wo Mendelssohn das Orgelspiel lernte
Beim Berliner Orgelsommer an St. Marien erstrahlt eine der ältesten Orgeln der Hauptstadt in all ihrer Klangpracht.
© Jens Wiese
Festivalfenster
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