Im September klingt Europa rund um das Basler Münster und am Rheinufer. Nicht als politische Idee, sondern als Musik, Sprache und Bewegung. „Erasmus klingt! – Festival LAB“ macht die Stadt unter dem Motto „Viaggio“ zum Schauplatz einer kulturellen Reise durch Jahrhunderte. Kaum eine Figur passt besser dazu als Erasmus von Rotterdam. Der Humanist lebte in Basel, reiste rastlos zwischen Städten und Sprachen und knüpfte ein europäisches Netzwerk aus Ideen und Begegnungen. Genau diese Energie greift das Festival auf.
Erasmus klingt! – Festival LAB: Von Pilgerrouten und „Koffer-Arien“
Schon das Eröffnungskonzert verspricht Gänsehaut, wenn John Eliot Gardiner und The Constellation Choir musikalisch der mittelalterlichen Pilgerroute Via Francigena von Canterbury bis Rom folgen. Il Giardino Armonico erkundet die Klangwelt Oberitaliens zur Zeit Monteverdis, während Leonardo García-Alarcón mit „Carmina Latina“ europäische und lateinamerikanische Sakralmusik aufeinandertreffen lässt. Sänger reisen mit „Koffer-Arien“ durch die Opernwelt des Barock und selbst Buxtehudes legendäre „Abendmusiken“ erzählen vom Unterwegssein: Johann Sebastian Bach soll einst mehr als 400 Kilometer zu Fuß gelaufen sein, um sie zu hören.






