Musik eröffnet „ein unbekanntes Reich“ – davon war E. T. A. Hoffmann überzeugt. Zu seinem 250. Geburtstag entdeckt das Festival Alte Musik Knechtsteden ihn als Komponisten neu und lässt die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen. Eine Woche lang dreht sich alles um den vielseitig begabten Romantiker, der als Schriftsteller, Musikkritiker und Komponist gleichermaßen wirkte und dessen Einfluss weit über seine eigene Zeit hinausreicht. Seine Verehrung für Mozart, seine Beschäftigung mit Bach und Palestrina und seine Idee einer zutiefst ausdrucksvollen Kirchenmusik bilden dabei ebenso Anknüpfungspunkte wie seine Faszination für das Unheimliche und Fantastische.
Zum Auftakt stellen die Rheinische Kantorei und Concerto Köln Hoffmanns „Miserere“ b-Moll Mozarts „Davide Penitente“ gegenüber – eine Begegnung, die Hoffmanns musikalische Verehrung für sein großes Vorbild unmittelbar hörbar macht. Blockflötistin Dorothee Oberlinger, 2026 Artist in Residence, Bariton Sreten Manojlovic und das Freiburger Barockorchester nehmen das Publikum mit auf eine Reise ins Unheimliche, während Pianistin Christine Schornsheim Hoffmanns Musik mit derjenigen seiner Zeitgenossen wie Clara und Robert Schumann kontrastiert.






