Das Gstaad Menuhin Festival hat in diesem Jahr einen besonderen Grund zur Freude: 2026 findet der sommerliche Klassikreigen zum 70. Mal statt. Zugleich markiert das runde Jubiläum den Beginn einer neuen Epoche, denn erstmals verantwortet Star-Geiger Daniel Hope – seit November 2025 als Intendant im Amt – das hochklassige Programm. Unter dem Motto „Family Matters“ lädt man zum gemeinsamen Musikerleben und zu einer bewussten Feier des Miteinanders durch die Kunst ein.
Hommagen an Festivalgründer Sir Yehudi Menuhin
Die Idee einer Familie, in die man durch die Musik hineinfindet, kommt gleich im Eröffnungskonzert zum Tragen, wenn Daniel Hope gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Pinchas Zukerman – kennengelernt hat man sich übrigens 1983 in Gstaad –, dem Zürcher Kammerorchester und Amanda Forsyth die Saison mit Musik von Haydn, Mozart und Offenbach einläutet. Bei einem Familienkonzert treten Pianist Simon Crawford-Philipps und seine Ehefrau, Geigerin Malin Broman, gemeinsam mit ihren beiden Kindern auf – Uraufführung inklusive. Die Opernfamilie indes kommt zu einer konzertanten Aufführung von Puccinis „La bohème“ zusammen. Angeführt wird die Solistenriege von Benjamin Bernheim als Rodolfo, am Pult steht Marco Armiliato.
In der Reihe „Menuhin’s Legacy“ verneigen sich hingegen arrivierte Künstlerpersönlichkeiten sowie die beiden festivaleigenen Klangkörper vor Gründer Sir Yehudi Menuhin. Daniel Hope gibt dabei einen Soloabend und bringt zudem Elgars Violinkonzert zur Aufführung, Menuhins Sohn Jeremy schließt sich mit Klarinettist Dimitry Ashkenazy und dem legendären Brodsky Quartett zu einem Konzert zusammen, und David Garrett vereint die Mitglieder des „Del Gesù Clubs“ zum Rezital. Filmvorführungen runden den Schwerpunkt ab.
Internationale Spitzenmusiker reisen nach Gstaad
Sieben Wochen lang erfüllt das Gstaad Menuhin Festival das Saanenland mit mehr als fünfzig Konzerten. Herausragende Musiker, darunter Sir András Schiff, Regula Mühlemann, Steven Isserlis, Gabriela Montero, Thomas Hampson, Marie Jacquot, Daniil Trifonov und Jaap van Zweden, Klangkörper wie das Budapest Festival Orchestra, das Royal Danish Orchestra, die Camerata Bern und das Royal Philharmonic Orchestra und aufstrebende Klassikstars von Hayato Sumino über Isata Kanneh-Mason bis zum Leonkoro Quartett schließen sich dabei der Festivalfamilie an.





