Unter dem Motto „Spurensuche. Anstoß und Aufbruch“ richtet das Heinrich Schütz Musikfest den Blick in diesem Jahr nicht nur auf das Werk des frühbarocken Komponisten, sondern vor allem auf dessen Nachleben: Wie wurde Schütz über die Jahrhunderte gehört, weitergegeben und wiederentdeckt? Vier Programmlinien bilden den roten Faden. „Spuren“ widmet sich Schütz als Lehrer und seinem Einfluss auf nachfolgende Musikergenerationen. „Renaissance“ zeichnet die Wiederentdeckung seiner Musik im 19. und frühen 20. Jahrhundert nach. Mit „Export“ führt die Spurensuche bis in die Slowakei und ins Baltikum, während „Experiment“ Schütz mit zeitgenössischer Musik, Performance und elektronischen Klangwelten konfrontiert.
Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Vokalensemble THE PRESENT als Artist in Residence. Die künstlerischen Leiterinnen und Sängerinnen Hanna Herfurtner, Olivia Stahn und Amélie Saadia bringen historische und zeitgenössische Musik miteinander in Dialog und eröffnen dabei neue Perspektiven auf vertraute Hörgewohnheiten. In genreübergreifenden, häufig performativen Konzertformaten verbinden sie unterschiedliche musikalische Ausdrucksformen, greifen experimentelle Ansätze auf und loten bewusst die Grenzen zwischen Stilen und Epochen aus.






