Der Mainzer Musiksommer gehört zu jenen Festivalreihen, die ihre Stadt nicht nur bespielen, sondern klanglich neu kartieren. Musik erklingt in Kirchen, Höfen und besonderen Orten und verbindet Epochen, Stile und Kulturen zu einem sommerlichen Erlebnis.
Mainzer Musiksommer mit swingendem Finale auf dem Kupferberg
Eröffnet wird in St. Stephan mit der Deutschen Radio Philharmonie vor den leuchtenden Chagall-Fenstern, mit Werken von Haydn bis Zelenka. Solist des Abends ist der 2003 in Detmold geborene Klarinettist Lyuta Kobayashi, der Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur interpretiert. Seinen ersten Unterricht erhielt er von seinem Vater. Schon als Elfjähriger wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
Die Aula des Bischöflichen Priesterseminars wird zum Ort kulturellen Miteinanders, wenn mit dem Ensemble Constantinople die persische Setar auf die westafrikanische Kora trifft. In der barocken Seminarkirche wagt das britische Vokalensemble Apollo 5 eine andere Form der Grenzüberschreitung: Jazzstandards, Popklassiker und traditionelle Folksongs werden kunstvoll miteinander verwoben.
Im August folgen beim Mainzer Musiksommer schließlich intime wie mitreißende Höhepunkte: Bach trifft Folk beim Duo Kristjánsson & Koell, Ragnhild Hemsing führt Grieg auf ihrer Hardangerfiedel zurück zu seinen Wurzeln und Mulo Francel sorgt für ein swingendes Finale auf dem Kupferberg.





