Wer hört bei einem Konzert eigentlich wem zu? Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen: Das Publikum hört den Musikern zu. Aber hören nicht auch die Musiker dem Publikum zu? So zumindest stellt sich Amadeus Templeton, Geschäftsführer von Tonali, die ideale Konzertsituation vor. Auch das 16. Tonali-Festival soll diese „Demokratisierung von Konzerten“ vorleben. Zur Eröffnung erklingen in der Kirche St. Andreas Fragmente aus Mozarts Requiem, die der Komponist Maximilian Guth mit eigene Neukompositionen interreligiös erweitert. Fünf Konzerte aus den Quartieren des von Tonali deklarierten „Kunstschutzgebiets“ greifen Themen aus den Nachbarschaften auf und binden Jugendliche aus Hamburger Schulen und Musiker der Tonali-Bühnenakademie kreativ ein. In den sechs Latenightkonzerten im Tonali-Saal stellen die Bühnenakademisten ihre Ergebnisse aus den Stipendienprojekten vor. Das Hoffest auf dem Tonali-Campus und in den umliegenden Straßen lockt mit Kunstaktivitäten aller Art, dazu zählen auch Hauskonzerte in privaten Wohnzimmern, Gärten oder Salons. Zum Abschluss wird die dritte „Soziale Symphonie“ im Großen Saal der Elbphilharmonie aufgeführt, kuratiert von Franziska Ritter und Christian Siegmund. Beide haben ein Konzertformat entwickelt, bei dem sich jeweils eine Musikerin und ein Zuhörer 10 Minuten in einem geschützten Raum begegnen. Man darf gespannt sein, wie die die vielen kleinen Momente der Verbundenheit der „1:1 Concerts“ in ein großes gemeinsames Miteinander übertragen werden.
TONALi Festival 2026
Intimes Format ganz groß
In seiner 16. Ausgabe wird das TONALi-Festival zur Bühne für Begegnungen, gemeinsames Miteinander und Zukunftsvisionen.
© Swanhild Kruckelmann
Festivalfenster
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