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Verbier Festival 2026

Klassik auf 1.500 Metern

Internationale Stars und außergewöhnliche Programme von früh bis spät machen das Verbier Festival auch in diesem Jahr zu einem der renommiertesten und vielseitigsten Sommerfestivals.

vonJulia Hellmig,

Es gibt viele Sommerfestivals für klassische Musik. Eines jedoch genießt einen ganz besonderen Ruf: das Verbier Festival. Es steht für prominente Besetzungen, große Sinfoniekonzerte, hochkarätige Kammermusik, exzellente Nachwuchsförderung und musikalische Entdeckungen. Vor allem aber bietet es die seltene Möglichkeit, Musik vom Vormittag bis spät in den Abend zu erleben, mit Konzerten, öffentlichen Proben, Meisterkursen und Künstlergesprächen.

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Dass all dies ausgerechnet in einem kleinen Bergort in den Walliser Alpen stattfindet, macht den besonderen Reiz des Festivals aus. Den größten Teil des Jahres lockt Verbier vor allem als Ferien- und Wintersportort. Sobald jedoch der Sommer beginnt, verwandelt sich das Schweizer Dorf auf rund 1.500 Metern Höhe in einen der bedeutendsten Treffpunkte der internationalen Klassikszene.

Bereits der Festivalauftakt am 17. Juli verspricht ein musikalisches Ereignis: Das Verbier Festival Orchestra und Esa-Pekka Salonen eröffnen mit Messiaens monumentaler „Turangalîla-Sinfonie“. Schon aufgrund seiner enormen Besetzung ist dieses Werk nur selten auf den Spielplänen zu finden. In den folgenden Tagen wechseln sich Dirigenten wie Simon Rattle, Daniel Harding, Lahav Shani, Gianandrea Noseda und Vasily Petrenko am Pult des Festivalorchesters ab.

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Besetzungen, die es nur beim Verbier Festival gibt

Auch Klavierfreunde kommen in Verbier voll auf ihre Kosten, wenn etwa Martha Argerich gemeinsam mit Magdalena Kožená und Alexandre Kantorow einen Lieder- und Klavierabend gestaltet. Evgeny Kissin gibt gleich mehrere Konzerte, Khatia Buniatishvili spielt ein Rezital von Bach bis Liszt, und auch Bruce Liu, Alexandre Kantorow, Mao Fujita sowie der junge Shootingstar Yunchan Lim sind mit Klavierabenden vertreten.

Hinzu kommen seltene Begegnungen in der Kammermusik, etwa mit Joshua Bell, Janine Jansen, Leonidas Kavakos, Steven Isserlis oder Mischa Maisky. Gerade diese wechselnden Besetzungen machen den Reiz des Festivals aus, denn viele dieser Künstler musizieren außerhalb von Verbier nur selten gemeinsam.

Opernfans dürfen sich auf gleich drei Produktionen freuen: Mozarts „Così fan tutte“ (18.7.), „Herzog Blaubarts Burg“ von Bartók (24.7.) und Verdis „La traviata“ (2.8.) mit dem Verbier Festival Junior Orchestra und Sängern der Festival Academy. Und wer über den klassischen Konzertkanon hinausblicken möchte, findet im Programmbereich UNLTD spannende Alternativen. Das Spektrum reicht 2026 vom Cesária Évora Orchestra über eine Hommage an Joséphine Baker bis zu einem Live-Cine-Konzert „Fahrstuhl zum Schafott“ sowie Jazz- und Weltmusikformaten. Familienprogramme wie „Peter und der Wolf“ oder „What on Earth!“ runden das Angebot ab.

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