Wo nationale Abgrenzungen vielerorts wieder an Einfluss gewinnen, setzt Young Euro Classic einen Gegenpol. Als das Festival vor 27 Jahren gegründet wurde, standen die Förderung junger Orchester und der internationale musikalische Austausch im Mittelpunkt. Daraus entwickelte sich ein Profil, das große sinfonische Werke mit Musik aus den Heimatländern der eingeladenen Ensembles verbindet und zugleich Raum für Ur- und Erstaufführungen schafft.
Insgesamt 14 Jugendorchester, zwei Jazz-Formationen und fünf Ensembles der Reihe „Future Now – Musical Diaries“ gestalten das Programm. Mit dem Estonian National Opera Boys‘ Choir ist zudem erstmals ein Chor vertreten, der das Spektrum des Festivals erweitert und neue Perspektiven eröffnet. Musiker aus Polen und den USA treffen aufeinander, deutsche und indische Jazzkünstler entwickeln gemeinsame Projekte.
Young Euro Classic: Musik als lebendiger Dialog
Ein besonderes Beispiel für die transatlantische Perspektive des Festivals ist der erneute Besuch des National Youth Orchestra of the United States of America, das unter der Leitung von Karina Canellakis Werke von Samuel Barber, Béla Bartók und George Gershwin spielt. Klaviersolist in dessen „Concerto in F“ ist Kirill Gerstein.
Mit Canellakis rückt Young Euro Classic eine Dirigentin in den Mittelpunkt, deren künstlerische Haltung exemplarisch für das Festival steht. Die Amerikanerin verbindet Präzision mit Offenheit und versteht Musik als lebendigen Dialog. Damit wird sie zur Leitfigur eines Festivals, das zeigt, dass Zuhören auch eine Form der Begegnung ist.
Für alle, die kurzfristig noch einen Konzertbesuch planen, bietet eine Live-Auslastungsanzeige zusätzliche Orientierung: Unter wievoll.com können Besucher in Echtzeit sehen, wie stark die einzelnen Konzerte bei Young Euro Classic aktuell nachgefragt sind.






