Festival Baltikum Berlin

Traditionelle und zeitgenössische Musikkulturen

Vom 16. Bis zum 25. Februar 2018 findet im Konzerthaus Berlin das Festival Baltikum statt – ein Programmüberblick

„Adam's Passion“ von Arvo Pärt © Kristian Kruuser/Kaupo Kikkas

„Adam's Passion“ von Arvo Pärt

Mit einem Festival feiert das Konzerthaus Berlin die vielfältigen Musikkulturen von Estland, Lettland und Litauen. Vor 100 Jahren erklärten die drei nordosteuropäischen Nationen ihre Unabhängigkeit – ein Grund mehr für zehn Tage Festival Baltikum in der Hauptstadt!

Estland, Lettland und Litauen haben nicht nur bekannte Dirigenten, Instrumentalisten und Sänger hervorgebracht, sondern auch traditionell von Chorgesang geprägte zeitgenössische Musikkulturen. Beim Festival Baltikum reicht das vokale Programm vom großen chorsinfonischen Werk bis zum A-cappella-Ensemble.

Chorwerke beim Festival Baltikum

Enorme Ruhe und Spiritualität strahlen die Kompositionen des Esten Arvo Pärt aus. Das Konzerthausorchester und Iván Fischer widmen dem 82-Jährigen am 16. und 18. Februar ein ganzes Programm. „Adam’s Passion“, sein Gemeinschaftswerk mit Robert Wilson, kommt zudem am 27., 28. und 29. März ins Konzerthaus.

Das Baltikum ist die Heimat einer besonders reichen Chorkultur mit hervorragenden Profi-, Laien- und Kinderchören. Der Lettische Staatschor Latvija und das Estnische Nationale Sinfonieorchester unter Neeme Järvi kommen mit dem Oratorium „Des Jona Sendung“ von Rudolf Tobias am 20. Februar nach Berlin. Für die ganze Familie singt der Estonian National Opera Boys’ Choir am 25. Februar.

Ein Hoch auf die Frauen

Iveta Apkalna

Iveta Apkalna © Nils Vilnis

Der musikalische Aufbruch der baltischen Staaten hat deutlich weibliche Züge – zu hören sind deswegen unter anderem das Klavierquartett der Skride-Schwestern (19. Februar), die Frauen der A-cappella-Gruppe Latvian Voices (21. Februar) und die Organistin Iveta Apkalna (17. Februar), die die Jehmlich-Orgel im Großen Saal des Konzerthauses mit einem baltischen Programm bespielt.

Die erfolgreiche litauische Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla kommt am 02. März mit dem Litauischen Nationalen Sinfonieorchester und ihrer kleinen Schwester Onutė Gražinytė als Solistin ins Konzerthaus.

Von Folk bis Jazz

Im Programm des Festivals ist auch Platz für ungewöhnliche musikalische Kombinationen: Die estnische Geigerin und Sängerin Maarja Nuut verbindet am 16. Februar Folk und Loops, der litauische Akkordeonist Martynas Levickis spielt mit dem Mikroorkéstra Quartet am 23. Februar eine Uraufführung seiner Landsfrau Rūta Vitkauskaitė und das renommierte Raivo Tafenau Quintett hat am 24. Februar ein spannendes Jazzprogramm im Gepäck.

Trailer zum Festival Baltikum:

Die Festivaldaten im Überblick:

Festival Baltikum
Zeitraum: 16. – 25.2.
Mitwirkende: Konzerthausorchester, Iván Fischer, Neeme Järvi, Latvian Voices, Iveta Apkalna, Mirga Gražinytė-Tyla, Maarja Nuut, Raivo Tafenau Quintett u.a.
Ort: Konzerthaus Berlin

Termine

Freitag, 01.02.2019 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Denis Kozhukhin, NDR Elbphilharmonie Orchester, Mirga Gražinytė-Tyla

Debussy: La cathédrale engloutie, Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 5 G-Dur op. 55, Strawinsky: Der Feuervogel
Samstag, 02.02.2019 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Denis Kozhukhin, NDR Elbphilharmonie Orchester, Mirga Gražinytė-Tyla

Debussy: La cathédrale engloutie, Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 5 G-Dur op. 55, Strawinsky: Der Feuervogel
Mittwoch, 15.05.2019 20:00 Uhr Konzerthaus Dortmund

Yuja Wang, City of Birmingham Symphony Orchestra, Mirga Gražinytė-Tyla

Weinberg: Rhapsodie über Moldawische Themen op. 47 Nr. 1, Prokofiew: Klavierkonzert Nr. 5 G-Dur op. 55, Strawinsky: L’Oiseau de Feu
Donnerstag, 16.05.2019 20:00 Uhr Liederhalle Stuttgart

Yuja Wang, City of Birmingham Symphony Orchestra, Mirga Gražinytė-Tyla

Ravel: Le Tombeau de Couperin, Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 5 G-Dur op. 55, Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Freitag, 17.05.2019 20:00 Uhr Kulturpalast Dresden

Auch interessant

Porträt Mirga Gražinytė-Tyla

„Santa Klaus, so viel Güte!”

Für Mirga Gražinytė-Tyla war es schon immer selbstverständlich, als Frau zu dirigieren. Zum Glück sehen das Ihre Förderer ebenso weiter

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *