Porträt über das Musikfest Bremen 2018

Wenn der Marktplatz zur mediterranen Piazza wird

38 Konzerte an 33 Spielstätten: Das 29. Musikfest Bremen bringt die ganze Stadt zum Klingen

Musikfest Bremen © fotoetage

Musikfest Bremen

Wenn man an einem Sommerabend im August die Laserstrahlen am Himmel Walzer tanzen und die historischen Gebäude rund um die gute Stube der Hansestadt festlich erleuchtet sind, dann ist wieder Musikfest Bremen. Bei der traditionellen Eröffnung mit der Großen Nachtmusik wird der Marktplatz zu einer mediterranen Piazza, auf der das Publikum von einem Konzert zum anderen flaniert.

Ganz besonders können sich Klassik-Freunde an diesem Abend erneut auf den dirigierenden Querkopf Teodor Currentzis und sein Orchester MusicAeterna freuen, die mit einem Extrakt ihres umjubelten Beethoven-Zyklus‘, den sie zuvor bei den Salzburger Festspielen aufgeführt haben, nun auch in Bremen gastieren.

Das Musikfest Bremen ehrt in diesem Jahr Rossini

Gioachino Rossini

Gioachino Rossini © gemeinfrei

Bei den Pfingstfestspielen wurde jüngst dem 150. Todestag von Gioachino Rossini gedacht. Und natürlich wird es auch bei der 29. Ausgabe des Musikfests eine Hommage an den „Schwan von Pesaro“ geben: Musikfest-Preisträger Jérémie Rhorer interpretiert in der Glocke mit seinem Orchester Le Cercle de l’Harmonie eine konzertante Fassung des Buffo-Juwels „Il barbiere di Siviglia“. Zudem klingt das Festival in diesem Jahr mit Rossinis „Petite Messe solennelle“ aus.

Die Messe, die eigentlich so klingt wie seine schönsten Opern, wird im St. Petri Dom unter Fabio Biondi von Europa Galante, dem Cor de la Generalitat Valenciana sowie von hochkarätigen Solisten aufgeführt. Mit Marc Minkowski und seinen Musiciens du Louvre ist es Musikfest-Intendant Professor Thomas Albert erneut geglückt, ausgewiesene Offenbach-Experten zu gewinnen. Sie interpretieren Jacques Offenbachs Fragment gebliebene letzte Oper „Les Contes d’Hoffmann“.

Starpianisten aus aller Welt zu Gast in Bremen

Ein Musikfest-Debüt dürfte in diesem Jahr für besonderes Aufsehen sorgen: Der vielfach ausgezeichnete frankokanadische Star-Pianist Marc André Hamelin interpretiert Werke von Schubert und Schumann. Und auch sein russischer Kollege Evgeny Kissin gibt mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sein Debüt in der Hansestadt.

Spannend verspricht es zu werden, denn es können verschiedene Pianisten-Handschriften verglichen werden: Noch ein dritter Hochkaräter ist einmal in Bremerhaven sowie in einem Trio-Ensemble im malerischen Schloss Gödens zu erleben: der französische Star-Pianist David Fray.

concerti-Tipp:

Musikfest Bremen
Zeitraum: 25.8.-15.9.2018
Mit: Fazıl Say, Marianne Crebassa, Vox Luminis, Collegium 1704, Magdalena Kožená, Freiburger Barockorchester, Europa Galante, Christian Gerhaher u. a.
Ort: Bremen

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