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3 Fragen an … Hans-Jürgen Schatz

3 Fragen an … Hans-Jürgen Schatz

Schauspieler Hans-Jürgen Schatz ist auch ein gern gesehener Gast bei musikalischen Lesungen.

vonSusanne Bánhidai,

Sie tragen viel im musikalischen Kontext vor, manchmal auch das gesamte Textbuch einer Wagner-Oper. Gibt es Komponisten, die Sie außer Richard Wagner schätzen?

Schatz: Natürlich, denn ich bin zwar Wagnerfreund, schätze ihn als Text- dichter wie als Komponisten, bin aber kein Wagnerianer. Seit frühester Jugend bin ich in Berlin immer mit klassischer Musik in Berührung gekommen, durch Karajan und die Philharmoniker, in der Deutschen Oper durch das erstklassige Ensemble. Daher kenne ich ein sehr großes Repertoire der Klassik und der Opern- welt. Dabei habe ich auch abseitiges Repertoire schätzen gelernt. Konzerte, bei denen ich das Werk mitpfeifen kann, besuche ich nur selten. Ich würde mir wünschen, dass Veranstalter etwas mutiger wären und noch mehr Ungehörtes zu Gehör brächten.

Haben Sie selber ein Instrument gelernt oder mal im Chor gesungen?

Schatz: Ich habe kein Instrument gelernt und auch keine Gesangsausbildung. Trotzdem trete ich gelegentlich in Musicals auf, wenn die Rollen für Schauspieler geeignet sind. Außerdem rezitiere ich sehr musikalisch – so sagt man jedenfalls. Man hört einen Rhythmus und eine Melodie. Darüber denke ich gar nicht nach. Musik ist vielleicht eines der Geheimnisse, die ich nicht ergründen möchte.

Zu Ihren großen Erfolgen als Sprecher gehört eine Einspielung von „Paddington Bärs erstes Konzert“. Was motiviert Sie, die Klassikwelt für Kinder zu öffnen?

Schatz: Die Welt der Musik ist von unschätzbarem Wert. Ich kann nicht verstehen, dass Regierende heutzutage die Mittel für politische und musikalische Bildung streichen. Das ist ein Riesenfehler, gar ein Verbrechen an der zukünftigen Gesellschaft.

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