3 Fragen an ...

Henri Schmidt (Die Prinzen)

Seit 1989 gehört Henri Schmidt den Prinzen an. Alle Musiker der Leipziger Popband haben einen klassischen Hintergrund

© c-Olaf-Heine

Die Gruppe "Die Prinzen" mit Henri Schmidt (Mitte)

Die Gruppe "Die Prinzen" mit Henri Schmidt (Mitte)

Was hat Sie dazu bewegt mit einem Sinfonieorchester auf Tour zu gehen?

Henri Schmidt: Der Wunsch war schon länger da. 2015 kam Ulf Schirmer, Intendant und GMD der Oper Leipzig auf uns zu und fragte, ob wir uns vorstellen könnten, zum 1000-jährigen Stadtjubiläum mit seinem Orchester in der Musikalischen Komödie Leipzig aufzutreten. Wir haben dann gemeinsam drei Konzerte gegeben. Mit diesem Sinfonieorchester werden wir ab Februar auch gemeinsam auf Tournee gehen. Wir freuen uns sehr darauf und das ist auch ein bisschen aufregend für uns.

Wie funktioniert der Mix zwischen Pop und Klassik?

Henri Schmidt: Der funktioniert sehr gut, da wir früher selbst im Thomaner- und Dresdner Kreuzchor gesungen haben. Wir sind daher von Kindesbeinen an mit der klassischen Literatur vertraut. In diesem Falle ist es aber tatsächlich so, dass wir nur Songs von den Prinzen spielen, was mit Klassik in dem Sinne nichts zu tun hat, außer dass man unsere Hits mittlerweile als Klassiker oder „Evergreens“ sehen kann. Wolfgang Lenk hat unsere Songs extra für die Zusammenarbeit mit dem Orchester arrangiert.

Und organisatorisch?

Henri Schmidt: So eine Tour ist organisatorisch und finanziell schwer umzusetzen. Immerhin sind wir mit über 60 Leuten unterwegs, das sind Abläufe, die nicht so einfach herzustellen sind. Auch die Häuser mussten freie Termine haben. Aber wir wollten das, und man hat auch gemerkt, dass das Orchester Lust hat, mit einer Leipziger Popband auf Tour zu gehen. Deswegen ist uns alles am Ende in relativ kurzer Zeit gelungen.

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