Freilich ist die Berliner Lautten Compagney dafür bekannt, den Klang ihrer historischen Instrumente in ebenso wagemutigen wie originellen Arrangements auf Musik anderer Epochen zu übertragen. Einer ihrer jüngsten Ausflüge führte das Ensemble 2024 anlässlich seines 40-jährigen Bestehens zur ebenso überraschenden wie kongenialen Gegenüberstellung zweier europäischer Musikgiganten: Jean-Philippe Rameau und ABBA. Eine Idee, deren Erfolgsgeschichte bis heute nahezu ungebrochen anhält.
Maßgeblichen Anteil daran hat Asya Fateyeva, die mit ihrem Saxofon nicht nur eine Brücke zwischen den musikalischen Welten schlägt. Aufgrund seiner Nähe zur menschlichen Stimme erweist sich ihr Instrument auch als unverzichtbares Bindeglied bei der Übertragung der Popsongs in den neuen klanglichen Kontext – davon ist jedenfalls Bo Wiget, Cellist und Arrangeur des Ensembles, überzeugt. Wie überzeugend diese Arrangements geraten sind, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass Benny Andersson sie persönlich begutachtet und mit Wohlwollen autorisiert hat. Ihren besonderen Reiz entfaltet die Musik dort, wo Anderssons Melodien mit den Werken Rameaus verschmelzen und dabei musikalische Verwandtschaften freilegen, die auf den ersten Blick kaum zu erwarten wären.




