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Bomsori Kim zu Gast bei den Duisburger Philharmonikern

Frei singende Violinen

Die Duisburger Philharmoniker beschließen die Philharmonischen Konzerte der Saison 2025/26 gemeinsam mit der Violinistin Bomsori Kim und Musik von Mozart.

vonPatrick Erb,

Für Bomsori Kim liegt die große Besonderheit von Mozarts Violinkonzerten in ihrer unmittelbaren Nähe zur Oper. Nahezu alles, so die Geigerin, kreise um das Musiktheater; viele Melodien und Phrasen ließen sich geradezu bestimmten Opernszenen zuordnen. Das hängt auch damit zusammen, dass Mozart die Violine häufig wie eine menschliche Stimme behandelt und ihr eine geradezu vokale Ausdruckskraft verleiht. Genau darin liegt der besondere Reiz dieser farbenreichen, lichtdurchfluteten und von natürlicher Eleganz geprägten Konzerte.

Dass Mozart selbst ein hervorragender Geiger war, verdankte sich allerdings weniger persönlicher Vorliebe als seiner pflichtgebundenen Tätigkeit als Konzertmeister in Salzburg unter Fürsterzbischof Colloredo, der die Violine im höfischen wie kirchlichen Musikleben bevorzugte. Seine eigentliche Leidenschaft galt zeitlebens dem Klavier. Umso dankbarer darf man dem Genie dafür sein, dass es dennoch fünf Violinkonzerte von vollendeter Schönheit und unvergleichlicher Kantabilität geschaffen hat, was Bomsori Kim anhand des sehr beliebten Violinkonzerts Nr. 5 in A-Dur KV 219 gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern in deren zwölftem Philharmonischen Konzert unter Beweis stellt.

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