Künstlerisch fühlt sich Bariton Christian Gerhaher vor allem im Kunstliedrepertoire zu Hause. Entsprechend rar sind jene Opernpartien gesät, denen er sich dennoch mit großer Freude widmet. Dazu zählen neben Wolfram in Wagners „Tannhäuser“ auch Gabriel von Eisenstein in der „Fledermaus“ sowie Pelléas, den Christian Gerhaher früher häufig sang, und Golaud aus Debussys „Pelléas et Mélisande“, den er inzwischen ebenfalls virtuos beherrscht und bevorzugt interpretiert. Eine besondere Leidenschaft gilt zudem der Titelpartie in Monteverdis „L’Orfeo“, die überwiegend von Tenören gesungen wird und Gerhahers außergewöhnliche stimmliche Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Im Abschlusskonzert der Landshuter Hofmusiktage ist der gebürtige Straubinger vor einer denkbar passenden Kulisse im Prunksaal des Rathauses zu erleben. Unter der Leitung der Barockcellistin Kristin von der Goltz interpretieren Studierende der Hochschule für Musik und Theater München Monteverdis als erste Oper der Musikgeschichte geltendes Werk in einer konzertanten Fassung.





