Die Geräuschkulisse von Computerspielen ist nicht immer erquicklich. Eltern können ein Lied davon singen, wenn der Nachwuchs stundenlang vor der Mattscheibe zockt. Und doch lohnt es sich, einmal genauer hinzuhören, denn die musikalische Welt der Videospiele bewegt sich oft auf dem gleichen Level wie diejenige aufwendiger Filmproduktionen. Mit dem jungen japanischen Kapellmeister Koji Ishizaka am Pult erkunden die Dortmunder Philharmoniker im Salzlager der Kokerei Hansa gleichsam beide Welten und eröffnen ihre Late Night mit Tan Duns „Passacaglia: Secret of Wind and Birds“. Hier tragen die Besucher zum Gesamtklang bei, indem sie mit ihren Smartphones per QR-Code eine Audiodatei aufrufen können, die sich in das orchestrale Gewebe einfügt. Im Posaunenkonzert „Three Muses in Video Games“, das Dun für den Virtuosen Jörgen van Rijen geschriebenen hat, trifft das Tempo digitaler Spielwelten auf Klänge traditioneller asiatischer Instrumente. Bevor das Konzert mit der Filmmusik aus dem Marvel-Weltraumabenteuer „Guardians of the Galaxy“ endet, erklingen noch Soundtracks aus den Computerspielreihen „Super Mario“, „The Legend of Zelda“, „Angry Birds“ und „The Elder Scrolls“ im orchestralen Gewand.
Dortmund: Late Night in der Kokerei Hansa
Zornige Vögel
Zwischen digitalen Abenteuern und orchestraler Magie: Die Dortmunder Philharmoniker lassen die Klangwelten von Zelda, Mario und Marvel lebendig werden.
© Dortmunder Philharmoniker/A. Schürer
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