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Golda Schultz mit The Cleveland Orchestra auf Tour

Resümee eines Lebens

Golda Schultz begleitet The Cleveland Orchestra und Franz Welser-Möst auf einigen Stationen ihrer Tournee und singt dabei Richard Strauss’ „Vier letzte Lieder“.

vonPatrick Erb,

Dass Richard Strauss der Lieblingskomponist von Golda Schultz ist, zeigt sich schon daran, wie häufig sie dessen „Vier letzte Lieder“ interpretiert. Strauss, dem die prekäre Versorgungslage im Nachkriegsdeutschland und die öffentlichen Fragen nach seiner Nähe zum NS-Regime schwer zusetzten, wählte zeitweise die Schweiz als eine Art inoffizielles Exil, wo schließlich auch die Lieder entstanden. Für Golda Schultz sind sie künstlerische Höhepunkte, nach denen jede Sopranistin streben sollte – und die einen, sobald man begonnen hat, sie zu singen, für lange Zeit begleiten. Schließlich seien sie Strauss’ Meditation über ein gut gelebtes Leben. Nach einer längeren Pause begann für die afrikanische Sopranistin im Oktober 2024 ein regelrechter Strauss-Marathon, der bis heute anhält: Damals feierte sie mit diesen späten Gesangspreziosen ihr Debüt beim Tonhalle-Orchester Zürich unter der Leitung von Paavo Järvi. Nun sind die Lieder, die Strauss fernab jeglicher Abschiedsgedanken komponierte, auch Bestandteil der Europatournee des Cleveland Orchestra.

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