Zum 100. Geburtstag von Hans Werner Henze wird München zum Zentrum der internationalen Feierlichkeiten. Gleich mehrere Orchester und Festivals widmen sich dem vielseitigen Werk des Komponisten und zeigen, wie präsent und faszinierend seine Musik bis heute geblieben ist.
Bewegende musikalische Hommage: Das Requiem von Henze
Ein besonderer Höhepunkt ist Henzes Requiem in der Herz-Jesu-Kirche. Das Münchner Rundfunkorchester und Patrick Hahn musizieren gemeinsam mit dem Trompeter Mario Martos Nieto und der Pianistin Tamara Stefanovich. Mit seinem Requiem schuf Henze ein zutiefst persönliches Werk über Trauer, Liebe, Verletzlichkeit, aber auch über innere Widerstandskraft.
Die Komposition entstand in Erinnerung an seinen früh verstorbenen Freund Michael Vyner, den langjährigen künstlerischen Leiter der London Sinfonietta. Obwohl sich die einzelnen Sätze an der Liturgie der Totenmesse orientieren, entfaltet das Werk seine eindringliche Wirkung allein durch die Sprache der Instrumente. So erklingt das Requiem im Henze-Jahr 2026 zugleich als bewegende musikalische Hommage an einen der bedeutendsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts.




