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Köln: Isabelle Faust & Cristian Măcelaru in der Philharmonie

Ein vertrauter Klang kehrt zurück

Ein Wiedersehen zum Saisonende: Cristian Măcelaru und Isabelle Faust laden mit dem WDR Sinfonieorchester zu einem besonderen Abend mit Werken von Schostakowitsch und Enescu ein.

vonSören Ingwersen,

Aus den Ohren, aus dem Sinn? Nicht im Fall von Cristian Măcelaru. Sechs Jahre lang prägte er als Chefdirigent das WDR Sinfonieorchester. Als sein Vertrag im vergangenen Sommer endete, stand bereits fest, dass der gebürtige Rumäne dem Orchester noch eine weitere Saison als künstlerischer Partner erhalten bleiben würde. In dieser Funktion leitet er ausgewählte Konzertprogramme, Produktionen und Gastspiele in Köln und ganz Nordrhein-Westfalen. Dass man sich in Köln mit der Trennung nicht leichttut, ist verständlich, hat Măcelaru während seiner Amtszeit doch eine enge Bindung zum Publikum wie zu seinen Musikerinnen und Musikern aufgebaut. Er arbeitete überdies maßgeblich an der Erweiterung des Repertoires und dirigierte neben dem Werken der Klassik, Romantik und Moderne auch zeitgenössische Musik auf höchstem Niveau. Als musikalischer Leiter des Orchestre National de France und des George Enescu Festivals präsentierte er die Früchte seine Arbeit in Köln auch im Ausland und erhöhte so die internationale Strahlkraft des WDR Sinfonieorchesters. Dem Klangkörper ebenfalls eng verbunden ist Geigerin Isabelle Faust, die als „Artist in Residence“ in dieser Saison insgesamt neun Mal als Solistin auftritt. Bevor es bald in die wohlverdiente Sommerpause geht, teilen sich Faust und Măcelaru noch einmal gemeinsam das Podium – mit einem Lieblingswerk der Geigerin. In Schostakowitschs zweitem Violinkonzert schreitet die Geige durch eine spröde, karg wirkende Musiklandschaft und schwingt sich nur gelegentlich zu virtuosen Passagen auf, während auch das Horn und das Cello solistisch auftreten. Eines seiner Lieblingswerke hat auch Măcelaru im Gepäck. Die Musik seines rumänischen Landsmanns George Enescu ins Rampenlicht zu rücken – hier dessen dritte Sinfonie – ist ihm ein Herzensanliegen.

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