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RIAS Kammerchor Berlin – Henze zum 100.

Zwischen Moderne und Volkslied

Henze und Brahms im Dialog: Der RIAS Kammerchor Berlin verbindet beim Musikfest Berlin sizilianische Klangpoesie mit Wiener Walzerseligkeit.

vonPatrick Erb,

Zum 100. Geburtstag von Hans Werner Henze bringt der RIAS Kammerchor Berlin beim Musikfest Berlin zwei musikalische Welten zusammen: Henzes „Musen Siziliens“ und Johannes Brahms‘ Liebeslieder-Walzer.

Musik, die Freude beim Ausführen und Zuhören bereitet

Den Auftakt bildet Henzes atmosphärisches „Notturno“. Mit den 1966 entstandenen „Musen Siziliens“ wandte sich Henze bewusst von der seriellen Avantgarde seiner Zeit ab. Nach Texten aus Vergils Bucolica entwarf er eine transparent instrumentierte Klangwelt für gemischten Chor, zwei Klaviere, Bläser und Pauken. Pastorale Leichtigkeit, innige Ruhe und spielerische Bewegtheit prägen das dreiteilige Werk. Henzes Anspruch war es, Musik zu schreiben, die ebenso viel Freude beim Ausführen wie beim Zuhören bereitet.

Auch Johannes Brahms ließ sich vom musikalischen Leben seiner Wahlheimat Wien inspirieren. Seine Liebeslieder-Walzer op. 52 für vier Singstimmen und Klavier zu vier Händen verbinden romantische Klangsprache mit dem charakteristischen Dreivierteltakt. Gemeinsam mit dem GrauSchumacher Piano Duo und Musikern der Jungen Deutschen Philharmonie stellt der RIAS Kammerchor beide Komponisten einander gegenüber. Die Leitung übernimmt Gregor Meyer.

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