TV-Tipp: Gergievs Schostakowitsch auf ARD-alpha

Mammutprojekt für Nachteulen

In der kommenden Nacht um 1:30 Uhr sendet ARD-alpha nach und nach den kompletten Schostakowitsch-Zyklus des Dirigenten Valery Gergiev

© gemeinfrei

Dmitri Schostakowitsch

Dmitri Schostakowitsch

Nach dem großen Erfolg des Tschaikowsky-Sinfoniezyklus unter der Leitung von Valery Gergiev zeigt ARD-alpha nun eine große Retrospektive der Werke von Dmitri Schostakowitsch, die alle fünfzehn Sinfonien sowie sechs Instrumentalkonzerte beinhaltet. Um 1:30 Uhr geht der große Schostakowitsch-Zyklus mit den ersten fünf Sinfonien sowie dem ersten Klavierkonzert los, bei dem Daniil Trifonov am Piano sitzt.

Wer bei Schostakowitsch nicht gleich ins kalte Musikwasser springen möchte, kann sich zudem bereits um 0:35 Uhr die Dokumentation „Dmitri Schostakowitsch – Ein Mann mit vielen Gesichtern“ von Reiner E. Moritz anschauen, der den russischen Komponisten persönlich kannte und ihn dementsprechend intim porträtiert.

Kompromissloser Komponist

Das Werk Schostakowitschs ist ein Lehrstück darüber, wie man sich als Künstler auch in einer Diktatur – trotz des ständigen Vorwurfs des Formalismus – seine schöpferische Freiheit erhalten kann.

Schostakowitsch lebte und wirkte ausschließlich in der Sowjetunion und wurde mal gefeiert, mal verdammt. Der Komponist ging mutig seinen Weg und erregte mit seiner Musik das „stärkste Gefühl, das ein Mensch haben kann“. Kompromisslos in der Sache, hin und wieder konziliant in der Form, wusste er die Vorgaben des sozialistischen Realismus brillant zu umgehen, um das auszudrücken, was er fühlte, was er seinen Zuhörern mitteilen wollte.

Umfassende Eindrücke dank Schostakowitsch-Zyklus

Wer die seltene Gelegenheit nutzen möchte, sich dank des Schostakowitsch-Zyklus von Gergiev einen umfassenden Eindruck zum Schaffen des Komponisten zu verschaffen, der sollte auch morgen die Nacht zum Tage machen, denn ab Mitternacht zeigt ARD-alpha bis 4:20 Uhr die Sinfonien Nummer sechs bis neun von Schostakowitsch sowie sein erstes Violinkonzert mit Vadim Repin als Solisten.

Valery Gergiev dirigiert die zehnte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch:

concerti-Tipp:

Gergievs Schostakowitsch
Sa. 2.12. 1:30 Uhr
So. 3.12. 0 Uhr
Mit: Daniil Trifonov, Vadim Repin und Valery Gergiev (Leitung)
ARD-alpha

Termine

Samstag, 06.07.2019 18:00 Uhr Festspielhaus Baden-Baden

Eva-Maria Westbroek, Mariinsky Orchester, Valery Gergiev

Wagner: Siegfrieds Tod und Trauermarsch & Schlussgesang der Brünnhilde aus „Götterdämmerung“, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“
Sonntag, 07.07.2019 17:00 Uhr Festspielhaus Baden-Baden

Daniel Hope, Orchester des Mariinsky Theaters, Valery Gergiev

Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune, Prokofjew: Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 60 „Leningrader“
Dienstag, 09.07.2019 19:00 Uhr Festspielhaus Baden-Baden

Verdi: Simon Boccanegra

Plácido Domingo (Simon Boccanegra), Chor & Orchester des Mariinsky Theaters, Valery Gergiev (Leitung), Andrea De Rosa (Regie)

Sonntag, 14.07.2019 20:00 Uhr Odeonsplatz München

Klassik am Odeonsplatz

Daniil Trifonov (Klavier), Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev (Leitung)

Donnerstag, 25.07.2019 16:00 Uhr Festspielhaus Bayreuth

Wagner: Tannhäuser

Bayreuther Festspiele
Sonntag, 28.07.2019 16:00 Uhr Festspielhaus Bayreuth

Wagner: Tannhäuser

Bayreuther Festspiele
Dienstag, 13.08.2019 16:00 Uhr Festspielhaus Bayreuth

Wagner: Tannhäuser

Bayreuther Festspiele
Samstag, 17.08.2019 16:00 Uhr Festspielhaus Bayreuth

Wagner: Tannhäuser

Bayreuther Festspiele
Mittwoch, 21.08.2019 16:00 Uhr Festspielhaus Bayreuth

Wagner: Tannhäuser

Bayreuther Festspiele
Sonntag, 25.08.2019 16:00 Uhr Festspielhaus Bayreuth

Wagner: Tannhäuser

Bayreuther Festspiele

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