Porträt Junge Klassik Berlin

Junge Klassik – unsere Tipps

Ob Konzert oder Oper, für Klein oder Groß - um Ihnen die Suche nach dem Passenden für Ihre Kinder zu erleichtern, stellen wir Ihnen ausgewählte Programme vor: Staatsballett Berlin, Atze Musiktheater, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

© Enrico Nawrath

Staatsballett Berlin

Tanzen gilt bei den Kids als cool – das beweisen die erfolgreichen Casting-Shows im Fernsehen. Um Kinder und Jugendliche an dieser wohl schönsten Form der körperlichen Betätigung teilhaben zu lassen, hat das Staatsballett Berlin den Verein „Tanz ist Klasse!“ gegründet. Geleitet wird er von ehemaligen Tänzern der Compagnie. Diese zeigen Requisiten, führen Kostüme vor und lüften das Geheimnis, wie man in Spitzenschuhen die Balance halten kann. Die Teilnehmer schauen Profi-Tänzern beim Training zu und schnuppern Bühnenluft vor und hinter den Kulissen. Natürlich machen sie auch die ersten eigenen Tanzschritte. Die Mitglieder von „Tanz ist Klasse!“ bieten zudem Vorbereitungsworkshops zu den Ballettaufführungen an: von Schwanensee über Romeo und Julia bis zu Oz – The Wonderful Wizard. Sie erklären die Handlung, stellen die wichtigsten Figuren vor und studieren mit den Kindern kleine Tanzszenen ein. Bettina Thiel, langjährige Erste Solotänzerin des Staatsballetts, hat sich nach dem Ende ihrer Bühnenkarriere als Tanzpädagogin weitergebildet. Sie lädt zu einem Tanzunterricht ein, der auf der natürlichen Bewegungsfreude der Kinder fußt. Rhythmische und räumliche Spiele schulen Fitness und Kreativität. In Tanzworkshops für Jugendliche geben die Tänzer des Staatsballetts ihr Können weiter. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur Lust an der Bewegung. Tanzen macht Spaß, weil man die Musik intensiv spürt. Und wer ein Weilchen durchhält, sieht bald auch ziemlich gut dabei aus – so, wie die Teilnehmer der beliebten Casting-Shows. (AR)

Deutsche Oper, Komische Oper, Schiller Theater, Theater an der Parkaue

ab 4, alle Altersgruppen

Tanztheater, Workshop

12/7€

                                                                            © Jörg Metzner

Atze Musiktheater

 

Eine ganz besondere Spezialität des Atze-Musiktheaters ist das „Bio-Theater“. So heißt das im Fachjargon der Kindermusiktheaterleute im Wedding. Es geht um Biographien. Insbesondere das Nacherzählen der Lebensgeschichten berühmter Komponisten hat beim Nachwuchs schon immer Anklang gefunden, das weiß man seit der populären Hörspielreihe „Wir entdecken Komponisten“. Auf dem Theater setzte Atze Ähnliches höchst erfolgreich mit seiner musikalischen Biographie Bach – Das Leben eines Musikers um. Bereits im Jahr 2006 wurde das detailreiche Stück, das sogar die Geschichte von Bachs Vorfahren erzählt, mit dem Ikarus-Preis ausgezeichnet. Auch in diesem Herbst sind die Kurz- und die Langversion bei Atze wieder zu erleben, für Kinder ab 10 und ab 13 Jahren. Doch zunächst gibt es im September eine neue Premiere, geeignet auch für viel kleinere Zuschauer und Kita-Gruppen: Oma Nolte. Premiere des neuen Lieder- und Mitmachprogramms ist am 2. September. (MN)

ab 4, 5, 7, 8, 10, 13

Musiktheater

8-10€

 

                                                                               © Kai Bienert

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Konzerte mit großem Orchester haben für Kinder oft eine ganz besondere Faszination. Die hat auch der neunjährige Jonathan schon erlebt: „Dass so viele Instrumente auf der Bühne waren, hat mir besonders gut gefallen, die können ganz laut spielen. Und wenn der Sturm kommt, dann hört man das richtig.“ Er hat Wagners Fliegenden Holländer gehört, den das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin in einer verkürzten, konzertanten Fassung für junge Zuhörer aufführt. Dreimal noch wird der Holländer mit seinem Geisterschiff in der Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ vor Anker gehen: Am 19., 20. und 21. Oktober versucht er dort, seine große Liebe zu finden. Das Orchester und drei Gesangssolisten stellen die musikalischen Hauptthemen vor, der Dirigent Heiko Mathias Förster führt dabei moderierend durch die Handlung. Außer der konzertanten Oper gibt es vom Rundfunk-Sinfonieorchester auch in dieser Spielzeit von Herbert Feuerstein moderierte Familienkonzerte zu hören. Beim

ersten Konzert am 9. Dezember steht Filmmusik etwa aus Harry Potter und Star Wars auf dem Programm. Ein ganz besonderes Erlebnis ist für Kinder immer, wenn sie selbst am Geschehen beteiligt sind, so auch wieder beim Mitmachkonzert am 17. Februar im Radialsystem, bei dem über einhundert Kinder in der Musikwerkstatt eine gemeinsame Aufführung mit dem Titel „Zirkus Klangrausch“ mit den Profis einstudieren. Geräusch-akrobaten, Tonjongleure und Klangzauberer werden da zu hören sein. Und sogar für eine „Elternbetreuung“ ist gesorgt. (FH)

FEZ Berlin, Haus des Rundfunks, Radialsystem V

ab 7, 7-11

Konzert, Musiktheater, Workshop

10€, 10/5€

 

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