Schon nach dem ahnungsvollen Streicher-Raunen und den ersten ariosen Holzbläser-Momenten folgen plötzlich harte Pauken-Schläge. Nun ist klar: Hier wird nichts bagatellisiert, hier geht es um Wichtiges. Das Freiburger Barockorchester und Kristian Bezuidenhout setzen ihren Zyklus mit Mozarts Klavierkonzerten fort und beginnen die neue Aufnahme mit dem d-Moll-Konzert. Fast keck und verschmitzt assistiert, noch vor dem ersten eigentlichen Solo, das Klavier. Wie passt das zusammen? Bei Mozart geht das. Gewitterwolken und Himmelblau wechseln einander ab, ohne dass man das jeweils andere kommen sieht. Man muss nur die Kadenz am Ende des ersten Satzes hören. Mozart vitalisiert! Die Romanze in diesem Konzert KV 466 beginnt liedhaft, das Rondo kompromisslos. Auch in den Konzerten KV 449 und 175 setzen die Freiburger und Bezuidenhout das hohe Niveau der bisherigen Aufnahmen fort. Der Zyklus erweist sich zunehmend als Bereicherung.
Mozart: Klavierkonzerte Nr. 5 D-Dur KV 175, Nr. 14 Es-Dur KV 449 & Nr. 20 d-Moll KV 466
Kristian Bezuidenhout (Klavier), Freiburger Barockorchester
harmonia mundi







