Die Spezies der Berufsmusiker kommt gemeinhin weit herum und kennt die Welt. Diese Erfahrungen hat sich Stephen Hough nun auch für sein neues Album zunutze gemacht und schickt aus mehreren Ländern klingende Grüße. „Stephen Hough’s Piano Postcards“ lautet der Titel dieser Aufnahme, mit Musik von Kreisler und Yu-Hsien, Rachmaninow und Yamada, Granados, Matthew Wilder und anderen.
Schon mit den drei Eingangsnummern aus „Mary Poppins“ ist Hough in seinem Element: Er beherrscht solche Petitessen, denn er weiß kleinen Formen mit Struktur und Geschmack zu begegnen. Wenn er ein zierliches Menuett spielt, hat das etwas Porzellanhaftes, aber nichts Süßliches. Wenn er die Läufe in Sindings „Frühlingsrauschen“ perlen lässt, gelingt das dank einer souveränen Technik. Ob Chanson-Charakter oder melancholische Reminiszenz – Hough ist ein charmanter Reiseführer, der die musikalischen Orte, die er aufsucht, bestens kennt.
Stephen Hough’s Piano Postcards
Werke von Wilder, Kreisler, Rachmaninow, Rimski-Korsakow, Granados, Yamada u. a.
Stephen Hough (Klavier)
Hyperion







