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Rezension Thomas Zehetmair – Beethoven: Dritte & Fünfte Sinfonie

Wild und sinnlich

Thomas Zehetmair und das Stuttgarter Kammerorchester starten eindrucksvoll in ihre Gesamteinspielung der Beethoven-Sinfonien.

vonEcki Ramón Weber,

Tausendmal gehört: Beethovens Fünfte mit dem berühmten Schicksalsruf Tatata Taa. Beim Stuttgarter Kammerorchester und seinem Chef Thomas Zehetmair erklingt dieses Kopfmotiv ungeheuer dringlich, fast wie ein Appell. In den abgeblendeten Streichern, den Hörnern und weiteren Einsätzen setzt sich diese Haltung fort: Beethoven provoziert, spitzt zu, überrascht. Dieser wilde Geist zieht sich durch die gesamte Interpretation. Auch die revolutionäre „Eroica“ überzeugt: frappierende Farben durch moderne Streicher und Holzbläser treffen auf historische Blechblasinstrumente. Dazu geschärfte Konturen, pointierte Phrasierungen, plastisch geformte Gestalten. Das alles kommt mit spannendem Zug daher, entwickelt Sog. Sinnlichkeit, Temperament, Leidenschaft und Feingefühl sind überall präsent. Die Aufnahme in Dolby Atmos erweitert den räumlichen Eindruck zusätzlich. Kino für die Ohren. Dieser erste Streich der Beethoven-Gesamteinspielung begeistert – und macht Lust auf mehr.

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Beethoven: Sinfonien Nr. 3 Es-Dur op .55 „Eroica“ & Nr. 5 c-Moll op. 67

Stuttgarter Kammerorchester, Thomas Zehetmair (Leitung)
SKOrecords

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