Empfehlung der concerti-Redaktion

Andreas Ottensamer, Polina Pastirchak, Dimitry Ivashchenko, Dresdner Philharmonie, Michael Sanderling

Von einem, der auszog, Klarinette zu lernen, und bis zur Klassik-Spitze durchmarschierte: Andreas Ottensamer wollte aufs Cello umsteigen und hat in Harvard studiert – doch am Ende siegte das Blasinstrument

Andreas Ottensamer © Katja Ruge/Decca

Andreas Ottensamer

Noch keine dreißig, Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker, zudem ausgestattet mit internationalem Renommee als Solist und Kammermusiker – Andreas Ottensamers Durchmarsch an die Spitze der Klassikszene ist beeindruckend. Zugegeben, die Voraussetzungen des Klarinettisten aus bestem Musikerhaushalt waren günstig: der Vater Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, die Mutter Celloprofessorin am Wiener Konservatorium. Doch in erster Linie überzeugte der gebürtige Wiener mit ungarischen Wurzeln an seinem Instrument und avancierte damit schnell zum Publikumsliebling. Dass die Klarinette das Instrument seiner Wahl werden würde, zeichnete sich dabei erst spät ab, begann Ottensamer doch als Vierjähriger zunächst mit dem Klavier und nahm ferner noch einen Umweg über das Cello.

Die Liste mit Orchestern und Dirigenten von internationalem Rang, mit denen Ottensamer heute auf der Bühne steht, spricht für sich, zu seinen Kammermusikpartnern zählen unter anderem Murray Perahia, Yo-Yo Ma und Janine Jansen. Große Erfolge feierte Ottensamer, der 2013 einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon unterschrieb, zudem mit dem Ensemble The Clarinotts, ein Familienprojekt mit seinem älteren Bruder Daniel und seinem 2017 verstorbenen Vater Ernst. Abseits der Bühne ist er als Künstlerischer Leiter des Schweizer Bürgenstock Festivals aktiv. (Johann Buddecke)

Interpreten

Andreas Ottensamer (Klarinette)
Polina Pastirchak (Sopran)
Dimitry Ivashchenko (Bass)
Dresdner Philharmonie
Michael Sanderling (Leitung)

Programm

Weber: Klarinettenkonzert f-Moll
Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 14 op. 135

Vergangene Termine

Sonntag, 13.01.2019
11:00 Uhr
Kulturpalast Dresden

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