Termintipp

„…ich bin ein Fremdling überall“

Die Reihe KAPmodern lockt mit schillernden Besetzungen.

© KAP

KAPmodern Ensemble

KAPmodern Ensemble

„Neue Gärten“ hieß in dieser Spielzeit das erste Konzert der Reihe KAPmodern mit Werken zeitgenössischer Komponisten, die jenem menschengemachten Sehnsuchtsort ein klingendes Denkmal setzten. Etwas düsterer hingegen nahm sich schon der zweite Konzertabend aus: „Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“. Das dritte Konzert ist mit „… ich bin ein Fremdling überall“ übertitelt und passt mit dieser thematischen Schwere eigentlich so gar nicht in den Wonnemonat.

Doch um Gefälliges geht es bei dieser Konzertreihe der Kammerakademie Potsdam (bzw. des sich aus diesem Orchester zusammensetzende „KAPmodern Ensemble“) ohnehin nicht. Stattdessen werden die Zuhörer jedes Mal auf eine auf­regende Klangreise geschickt, denn als Konstante zieht sich durch alle Werke dieser Reihe, dass sie für schillernde, ungewohnte Besetzungen komponiert wurden. An diesem Abend treffen etwa bei Alfred Schnittkes „Vier Hymnen“ Cello, Kontrabass, Harfe, Fagott, Pauke, Röhrenglocken und Cembalo aufeinander und bringen das beklemmende wie auch vertraute Gefühl des Fremdseins zum Klingen. (Maximilian Theiss)

Interpreten

KAPmodern Ensemble

Programm

Schnittke: Vier Hymnen für Violoncello
Kontrabass
Harfe
Fagott
Pauke
Röhrenglocken und Cembalo & Präludium in Memoriam Dmitri Schostakowitsch für 2 Violinen
Nono: „Hay que caminar soñando“ für 2 Violinen
Scelsi: Hyxos für Flöte in G
Gong und kleine Kuhglocken

Vergangene Termine

Donnerstag, 16.05.2019
20:00 Uhr