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Leidenschaft

Zuerst verkannt und dann geliebt - Lilya Zilberstein verbeugt sich vor Tschaikowsky

Lilya Zilberstein © Andrej Grilc

Lilya Zilberstein

Fehlurteile sind ein so ärgerliches wie amüsantes Kapitel der Musikgeschichte. Mal pfiff das Publikum bedeutende Werke aus, mal schrieben Rezensenten gehässige Verrisse, und mitunter machten sogar Musiker ihren Kollegen das Leben zur Hölle. Zum Beispiel äußerte Nikolai Rubinstein eine vernichtende Kritik, nachdem ihm Tschaikowsky sein erstes Klavierkonzert vorgespielt hatte. Das Stück sei „wertlos, völlig unspielbar“. Sonst eher schwankend bei der Beurteilung seiner Werke, war Tschaikowsky diesmal von der Komposition überzeugt. Er wandte sich an Hans von Bülow und der brachte als Widmungsträger das Konzert 1875 in Boston zur Uraufführung.Später revidierte Rubinstein sein Urteil, denn ausgerechnet er war es, der mit der umjubelten Pariser Premiere von 1878 den bis heute andauernden Erfolg des Werks einleitete.

In Wolfsburg darf sich das Publikum auf Lilya Zilberstein freuen. Die in Moskau geborene Meisterpianistin ist regelmäßiger Gast auf den großen Podien der Welt und übernahm 2015 als erste Frau den Lehrstuhl für Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. (Georg Pepl)

Interpreten

Lilya Zilberstein (Klavier)
Symphonieorchester des Nationaltheaters Prag
Petr Vronský (Leitung)

Programm

Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23
Dvořák: Sinfonie Nr. 7d-Moll op. 70

Vergangene Termine

Mittwoch, 13.02.2019
20:00 Uhr
Scharoun Theater

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