Termintipp

Liza Ferschtman, Bremer Philharmoniker, Elias Grandy

Aufforderung zum Totentanz: Liza Ferschtman schätzt tiefgründige Untertöne – und findet sie bei Sibelius

© Marco Borggreve

Liza Ferschtman

Liza Ferschtman

Ganz gleich ob Bach, Beethoven oder Bartók – die niederländische Violinistin Liza Ferschtman hebt jedes Repertoire auf eine ganz persönliche Ebene. Und diese wiederum versetzt Geigenfans rund um den Globus in eine Mischung aus Entzücken und größte Bewunderung. Ferschtman nämlich ist bekannt für kompromissloses Spiel, virtuose Hingabe und leidenschaftliche Liveauftritte. Dabei ist die vierzigjährige Geigerin nicht darauf bedacht, sich und ihre Stradivari in den Mittelpunkt zu stellen. Was für sie zählt, ist der musikalische Ausdruck.

Ein besonderes Händchen für ausgefeilte Konzertprogramme beweist Ferschtman seit 2007 als künstlerische Leiterin des Kammermusikfestivals in Delft. Für ihr Gastspiel mit den Bremer Philharmonikern hat sie nun das Violinkonzert von Jean Sibelius im Gepäck. Dass das Konzert inklusive skandinavischer Klangästhetik und hochvirtuosem Finalsatz, den Sibelius selbst als „Danse macabre“ bezeichnete, mit Ferschtman als Solistin zum Erlebnis wird, steht außer Frage. (Johann Buddecke)

Interpreten

Liza Ferschtman (Violine)
Bremer Philharmoniker
Elias Grandy (Leitung)

Programm

Strawinsky: Vier norwegische Impressionen
Sibelius: Violinkonzert d-Moll op. 47
Mussorgski/Ravel: Bilder einer Ausstellung

Vergangene Termine

Montag, 18.03.2019
19:30 Uhr
Die Glocke Bremen
Sonntag, 17.03.2019
11:00 Uhr
Die Glocke Bremen

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